»Klima der Gerechtigkeit« Ausstellung der Vereinten Evangelischen Mission zum Klimawandel und was die Kirchen tun

Die globalen Klimaveränderungen beunruhigen immer mehr Menschen. In dieser Situation ist eine sachliche und verständliche Darstellung der Ursachen gefragt, ebenso sind Perspektiven wichtig, was man als einzelner Mensch und als Kirchengemeinde oder zum Beispiel als Schule tun kann.

Aus Anlass der Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission im Juni 2008 auf Borkum entsteht eine Ausstellung, die anschließend in Gemeinden, Kirchenkreisen, kirchlichen Einrichtungen und zum Beispiel auch in einer Sparkasse oder einem Rathaus gezeigt werden kann.

Schon relativ geringe Temperaturschwankungen können das sensible biologische Gleichgewicht auf der Erde durcheinander bringen. Dabei treffen die Folgen es Klimawandelszunächst Länder, die selbst wenig zum Ausstoß von Kohlendioxid beitragen.
Schon relativ geringe Temperaturschwankungen können das sensible biologische Gleichgewicht auf der Erde durcheinander bringen. Dabei treffen die Folgen des Klimawandels zunächst Länder, die selbst wenig zum Ausstoß von Kohlendioxid beitragen.

Nicht nur Opfer von Klimawandel sein: selbst etwas tun

Ein Spezifikum der Ausstellung »Klima der Gerechtigkeit« besteht darin, dass die Länder des Südens nicht nur als Opfer der Klimaveränderungen erscheinen. Sie sind zweifellos von den Folgen der Klimaveränderungen besonders betroffen, obwohl die meisten dieser Länder nur minimal dazu beitragen, dass immer mehr Kohlendioxid und andere für das Klima bedrohliche Stoffe in die Atmosphäre gelangen. Um nicht nur Opfer zu sein, engagieren sich viele einzelne Menschen, Kirchen, soziale Bewegungen und Regierungen im Süden dafür, einen Beitrag zur Verminderung der Erderwärmung zu leisten und gleichzeitig Vorsorge für die nicht mehr zu vermeidenden Folgen der Klimaveränderungen zu treffen. In der Ausstellung wird dies am Beispiel der Mitgliedskirchen der VEM und der Gesellschaften deutlich, in denen diese Kirchen zu Hause sind.

Klimaprobleme und Projekte an Länderbeispielen

Länderbeispiel Botswana: In den letzten Jahrzehnten haben die Temperaturen in Botswana zugenommen und die Niederschläge abgenommen. Damit sind Fauna und Flora zunehmend gefährdet. Denn auch die genügsamsten Pflanzen und Tiere brauchen ein Minimum an Wasser.
Länderbeispiel Botswana: In den letzten Jahrzehnten haben die Temperaturen in Botswana zugenommen und die Niederschläge abgenommen. Damit sind Fauna und Flora zunehmend gefährdet. Denn auch die genügsamsten Pflanzen und Tiere brauchen ein Minimum an Wasser.

Die Ausstellung besteht aus 20 vielfältig gestalteten Tafeln und einigen interaktiven Elementen.

Im ersten Teil werden Klimaprobleme dargestellt, wobei Betroffenheit, aber keine Resignation entstehen soll. Es wird deutlich, warum sich Christinnen, Christen und ihre Kirchen aktiv an Klima-Initiativen beteiligen und dabei mit einem breiten Spektrum anderer sozialer Akteure, Religionsgemeinschaften und Umweltschutzorganisationen zusammenarbeiten.

Im zweiten Teil der Ausstellung stehen die Länder im Mittelpunkt, in denen es VEM-Mitgliedskirchen gibt. Es wird jeweils ein exemplarisches Klimaproblem kurz, aber anschaulich dargestellt und erläutert, wie sich Kirchen und Zivilgesellschaft für die Lösung dieses Problems engagieren. Diese »Länder«-Tafeln lassen auch den engen Zusammenhang zwischen unserem Konsumverhalten und den Klimaproblemen im Süden der Welt erkennen, wenn es zum Beispiel um die Abholzung tropischer Regenwälder in Indonesien für die Ausweitung der Palmölproduktion geht, denn dieses Palmöl wird hierzulande als Biokraftstoff verkauft.

Auf einer Tafel können Sie selbst darstellen, wie Ihre Gemeinde mit einer Partnergemeinde im Süden der Welt zusammenarbeitet und welchen Stellenwert die Bewahrung der Schöpfung in dieser Partnerschaft hat.

Im dritten Teil der Ausstellung geht es darum, was Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen, Schulen und vor allem auch einzelne Menschen und Familien für den Klimaschutz tun können. Hier geht es um ganz konkrete Handlungsmöglichkeiten, und es wird vermittelt, welchen Effekt ein solches Engagement haben kann. Deutlich wird dabei, dass Klimaschutz aufs Engste verbunden ist mit Fragen der Gerechtigkeit und dem Schutz der Menschenrechte und dass deshalb auch ein gesellschaftspolitisches Engagement unerlässlich ist.

Es gibt viele Möglichkeiten, selbst etwas zu tun, um den Klimawandel abzumildern. Die Klima-Ausstellung stellt 49 solcher Möglichkeiten vor und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich für 6 Möglichkeiten zu entscheiden. Wenn nur genug Menschen mitmachten, wäre das für die Schöpfung wie ein Sechser im Lotto.
Es gibt viele Möglichkeiten, selbst etwas zu tun, um den Klimawandel abzumildern. Die Klima-Ausstellung stellt 49 solcher Möglichkeiten vor und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich für 6 Möglichkeiten zu entscheiden. Wenn nur genug Menschen mitmachten, wäre das für die Schöpfung wie ein Sechser im Lotto.

Ausleiher erhalten auf Wunsch pädagogische Hilfen als Begleitmaterial

Es gibt ausführliche pädagogische Hilfen mit zahlreichen kreativen Ideen, wie man mit Schulklassen, Konfirmanden und anderen Gruppen die Informationen der Ausstellung vertiefen kann.

Die Vereinte Evangelische Mission hat jetzt pädagogisches Begleitmaterial für Jugendgruppen, die die Ausstellung der VEM »Klima der Gerechtigkeit« besuchen möchten, in einer 35seitigen Broschüre zusammengestellt.

Das Materialheft können Sie herunterladen oder kostenlos bei der VEM bestellen:
Abteilung Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung
Katja Bähr
jpic@vemission.org

Vereinte Evangelische Mission (Hg.):
Pädagogisches Begleitmaterial für Jugendgruppen
Vorschläge zur Gestaltung eines Jugendgruppenbesuches in der Ausstellung Klima der Gerechtigkeit
Zusammengetragen und überarbeitet von Malte Hausmann
Wuppertal 2009

 

Zur Ausstellung gibt es einen Katalog, der vertiefenden Informationen enthält sowie ein Sonderheft der VEM-Zeitschrift »In die Welt für die Welt« zum Thema Klimawandel.

Mitwirkende an der Ausstellung sind neben dem Referat für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der VEM der Journalist und Klima-Experte Frank Kürschner-Pelkmann, Berufsschülerinnen des Hugo-Kükelhaus-Berufskollegs in Essen sowie MediaCompany Berlin.

Ansprechpartnerin für den Verleih ist:

Katja Bähr
Telefon 0202 / 89004-142
Telefax: 0202 / 89004-179
E-Mail: jpic(at)vemission.org

Ansprechpartner

Leiter der Abteilung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung

Aktuelle Termine:

31.07. - 24.08.2009 Kempen

19.06. – 31.07.2009 Schöttmar

06.07. - 31.07.2009 Westernkappeln (Raum Tecklenburg)

 

 

Kirchengemeinden berichten: Erfahrungen mit der Aussstellung

Aldenhoven (11 2008)

Wuppertal-Ronsdorf  (01 2009)

Dortmund  (02/03 2009)

Tostedt (10/06 2009)

Die Gesellschaft zur Förderung des Klimaschutzes in Tübingen klimAktiv stellt der Vereinten Evangelischen Mission zwei CO2-Rechner kostenlos zur Verfügung.