Entwicklungspolitische Klimaplattform der Kirchen befürwortet EKD-Klimafonds
(20.04.2010) Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke wollen in Zukunft noch stärker als bisher dem Klimawandel entgegenwirken. Bei der 2. Unterzeichnerkonferenz der Entwicklungspolitischen Klimaplattform der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke in Wuppertal befürworteten die Teilnehmer den Entwurf zu einem Klimafonds der Evangelischen Kirche in Deutschland. Dieser Fonds soll es auch kleineren kirchlichen Institutionen möglich machen, Beiträge zur Kompensation von Tagungen und Dienstreisen zu sammeln, damit diese für Klimaschutzprojekte eingesetzt werden können.
Zuvor hatte Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, alle Repräsentaten der Kirchen, Entwicklungsdienste und Missionswerke gebeten, ehrgeizige und wirksame Selbstverpflichtungen einzugehen und umzusetzen. Schneider betonte, dass die Nord-Süd-Perspektive besonders wichtig sei, wenn man die Folgen des Klimawandels betrachte. Er sprach sich dafür aus, diese Folgen auch in persönlichen Begegnungen deutlich zu machen.
Einen weiteren Schritt in diese Richtung hat jetzt die Vereinte Evangelische Mission (VEM) mit der Einstellung von zwei Klimaberatern gemacht. Ab dem 1. Juli 2010 werden zwei Fachkräfte der VEM in ihren Mitgliedskirchen in Afrika und Asien den Aufbau von Klimaschutzprojekten begleiten. Zwei Monate im Jahr werden sie in Deutschland von den Auswirkungen des Klimawandels und von den Projekten berichten. Die VEM leistet bereits seit 2007 C02-Ausgleichszahlungen für die notwendigen Dienstreisen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
In der Entwicklungspolitischen Klimaplattform haben sich Landeskirchen, kirchliche Entwicklungsdienste, Missionswerke und kirchliche Verbände zusammengeschlossen. Die VEM hat den Aufbau dieser Plattform von Anfang an begleitet.