Pastor Edison Lapuz war es nicht egal, wie die Regierung mit den armen Leuten seiner Gemeinde – den Fischern und Kleinbauern auf der Insel Leyte (Philippinen) umging. Das Militär nannte seine Aktivitäten für Menschenrechte eine kommunistische Frontorganisation. Wenig später wurde Edison Lapuz erschossen. Er wurde 38 Jahre alt.
Zurück blieben seine Frau und ihre beiden Kinder, Edem Harmony und Demy Freedom. Er wird gewusst haben, warum er seine Kinder Eintracht und Freiheit nannte: eine Vision für ein Land, in dem die Machthaber nicht nur unbequeme kirchliche Mitarbeiter gnadenlos verfolgen, foltern und hinrichten.
Pastor Edison Lapuz ist kein Einzelfall. In vielen Ländern der Welt bleiben solche Straftaten ungesühnt. Die Täter brüsten sich oft sogar mit ihren Taten. Nicht Rachegedanken, sondern die tiefe Überzeugung, dass Recht unbedingt Recht bleiben muss, bewegt die Kirchen, den Betroffenen und deren Familien beizustehen. Die Opfer von Gewalt und Unterdrückung sind oft traumatisiert. Angehörige stehen plötzlich mittellos da. Niemand kann das Unrecht ungeschehen machen.
Und doch können wir helfen. So unterstützen wir beispielsweise die Hinterbliebenen der Opfer, damit sie ihre Ausbildung abschließen können. Auch die medizinische Versorgung, der Schutz der Angehörigen vor weiterer Verfolgung und nicht zuletzt juristischer Beistand gehören zu den Hilfsprogrammen unserer Partner vor Ort.
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Stichwort: »Menschenrechte: Recht muss doch Recht bleiben«
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