
Wir bieten in unserem Centre for Mission and Leadership Studies verschiedene Module zu Themenbereichen an, die wir individuell für Gruppen zusammenstellen können. Die Gruppengröße sollte bei allen Modulen 20 Teilnehmende nicht übersteigen.
Auch Einzelpersonen können an einzelnen oder mehreren Modulen teilnehmen. An bestimmten Modulen oder Themenbereichen Interessierte können sich bei uns melden. Wir informieren dann gerne über Teilnahmemöglichkeiten und -bedingungen.
Hier finden Sie mehr Informationen zu den Themen:

Das Klima ist in den vergangenen Jahren zu einem Thema der internationalen Politik und der Medien geworden – zu einem unbequemen Thema vor allem für die reichen Industrienationen. Unser Ressourcenverbrauch und der daraus resultierende CO²-Ausstoß haben weltweite Folgen. In den Ländern des Südens fehlt es aber an den nötigen Mitteln, die Folgen aufzufangen. Düstere Zukunftsszenarien rütteln aber nicht nur wach, sondern lähmen und hinterlassen ein Gefühl der Hilflosigkeit.
Die Module zu diesem Themenbereich möchten, neben einem Einblick in die globalen Zusammenhänge, vor allem Perspektiven eröffnen und Mut machen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung.
Je Modul 45 – 90 Minuten. Sinnvoll ab einer Tagungsdauer von
einem halben Tag
Interessierte und Engagierte

Eine Sprachfähigkeit im Glauben zu entwickeln und zeitgemäß Missionarin oder Missionar im eigenen Umfeld zu sein, dazu möchten diese Module einladen. "Wecke und stärke den Glauben deiner Nächsten wie deinen eigenen"
– Herausforderungen und Möglichkeiten dieses Missionsansatzes werden reflektiert und für den Alltag nutzbar gemacht. Ökumenische Impulse aus den Mitgliedskirchen der VEM helfen, einen Zugang zu finden, um vom eigenen Glauben, eigenen Erfahrungen zu reden. Dabei spielt das praktische Einüben eine große Rolle sowie die Fragen der Umsetzung und Weitergabe des Erarbeiteten im Gemeindealltag.
Für ein Seminar zu diesem Themenkomplex empfiehlt sich ein Wochenende.
Menschen, die lernen möchten, vom eigenen Glauben zu reden und ihre eigenen Erfahrungen mit Gott weiterzugeben

Während unsere Gesellschaft geprägt ist von einer zunehmenden Sehnsucht nach Spiritualität, nehmen wir die Spiritualität in den afrikanischen und asiatischen Kirchen oft als reich und vielfältig wahr. Doch klingt das aus Afrika oder Asien mitgebrachte Lied hier oft ganz anders und wir wissen, dass sich Spiritualität – gelebte Frömmigkeit – nicht importieren und kopieren lässt.
Gemeindegruppen mit dem Wunsch, die eigene Spiritualität und die der Gemeinde zu stärken, laden wir herzlich ein, sich in der Ökumenischen Werkstatt mit der Frage auseinanderzusetzen, wie man auf diese Sehnsucht mit Elementen und Erfahrungen aus der Ökumene und der eigenen Tradition
reagieren kann.
Für die Reflexion der Erfahrungen und das Einüben ist eine Seminarlänge
unter einem Tag nicht zu empfehlen.
Das Angebot wendet sich besonders an Gruppen, die in der Gemeinde
und/oder bei sich selbst neue Impulse setzen möchten.

Der überwiegende Teil aller Konflikte beruht auf Missverständnissen. Die Gefahr von Missverständnissen wächst, je weniger die Gesprächspartner Persönlichkeit, Kultur und Kontext teilen. Sich verstehen zu können setzt aber neben dem Wissen um Kontext und Kultur des Gesprächspartners auch die Reflexion der eigenen Gesprächskultur und Fachwissen über den Kommunikationsprozess als solchen voraus.
Die nachfolgenden Module bieten sowohl Grundlagenwissen für eine konfliktpräventive Kommunikation als auch für die Konfliktbearbeitung. Eine intensive Reflexion des eigenen Kommunikations- und Konfliktverhaltens ist dafür die Voraussetzung. Ein Kommunikationstraining innerhalb des deutschen Kontexts kann mit veränderter Schwerpunktsetzung angeboten werden.
Eine Seminarlänge unter einem Tag ist nicht sinnvoll, eine Seminardauer
ab einem Wochenende (bzw. drei Arbeitstagen) wird empfohlen.
Interessierte, die bereits jetzt – oder in Zukunft – im Ehrenamt oder
Hauptamt interkulturell kommunizieren. Eigene interkulturelle Erfahrungen
sind hier von Vorteil. Im Rahmen eines Kommunikationstrainings
sind interkulturelle Erfahrungen nicht Voraussetzung.

Diese Angebote richten sich an Partnerschaftsgruppen, die eine Reise in ihre Partnerschaftskirchen planen, ein Besuchsprogramm für ihre Partner hier in Deutschland vorbereiten oder eine Reise oder ein Besuchsprogramm
auswerten möchten. Auch eine gemeinsame, professionelle Zwischenauswertung während eines Besuchsprogramms ist in der Ökumenischen Werkstatt/Centre for Mission for Leadership Studies möglich.
Ein zweiter Themenkomplex bietet die Möglichkeit, Arbeitsbereiche oder die gesamte Partnerschaft professionell zu evaluieren. Der Schwerpunkt liegt hier auf der Moderation des Evaluationsprozesses.
Eine Seminarlänge unter eineinhalb Tagen ist nicht zu empfehlen.
Partnerschaftsgruppen

Die Globalisierung zu verstehen und positiv mitzugestalten ist sicherlich eine zentrale Herausforderung für Engagierte in Entwicklungspolitik und Ökumene. Die Auswirkungen betreffen aber längst jede und jeden und sind nicht mehr nur ein Feld für die Spezialistinnen und Spezialisten. Thematische Schneisen in das unübersichtliche Feld der Akteure, Prinzipien und Auswirkungen der Globalisierung zu schlagen ist das Anliegen der Module, die den Teilnehmenden Grundwissen und Handlungsalternativen in einer globalisierten Welt aufzeigen möchten.
Die jeweiligen Module füllen jeweils etwa einen halben Tag. Die
Module bauen zum Teil aufeinander auf. Empfohlen wird eine Seminardauer
ab einem Tag. Einige Module lassen sich als Referate in
bestehende Seminarprogramme integrieren.
Alle interessierten Gruppen. Das Thema eignet sich auch für Schul- und
Jugendgruppen ab Sekundarstufe II.

Die Auswirkungen von HIV und Aids sind so vielschichtig wie die Ursachen der Ausbreitung. Der Kampf gegen die Immunschwäche ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten zentrales Element der Armutsbekämpfung und Schwerpunkt vieler entwicklungspolitischer Organisationen, Kirchen und Partnerschaftsgruppen geworden. Die Module der Ökumenischen Werkstatt zu HIV und Aids wurden aus den Erfahrungen unserer Mitgliedskirchen entwickelt und nehmen sowohl die globalen Gesamtzusammenhänge als auch die lokalen Herausforderungen der deutschen sowie der Kirchengemeinden in Afrika und Asien auf.
Modullänge jeweils etwa ein bis zwei Stunden. Zur thematischen Einführung können die Module einzeln stehen. Eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema verlangt eine Seminardauer von einem Tag (zum Beispiel bei Partnerschaftsbesuchen oder Begleitung von HIV-und Aids-Projekten).
Partnerschaftsgruppen und entwicklungspolitisch Engagierte und Interessierte,
die mit Jugendlichen zu diesem Thema arbeiten

Projektorientierte Arbeit bietet vielfältige Chancen: Projekte sind zeitlich begrenzt und inhaltlich klar definiert. Dafür finden sich leichter Mitarbeitende, die sich nur für eine überschaubare Aufgabe einbinden lassen wollen und so eine neue Dynamik in die Gemeinden oder Partnerschaftsarbeit bringen. Damit dies auch erreicht wird, hilft es, sich bereits vor Beginn mit dem entsprechenden
Know-how auszustatten und sich Grundlagen des Projektmanagements anzueignen. Als Gruppe werden Sie gemeinsam unter professioneller Anleitung erarbeiten, welches Projekt zu Ihrer Situation passt und wie einzelne Projektschritte aussehen können. Das neu erlernte »Handwerkszeug« wird an praktischen Beispielen eingeübt.
Um ein Projekt mit einer Gruppe vorzubereiten, ist ein ganzes Wochenende
sinnvoll; eine Einführung in das Projektmanagement kann auch an einem Tag erfolgen.
Gemeinden, Partnerschafts- und Aktionsgruppen, die ein Projekt
planen

Die Bedeutung des Ehrenamtes wächst in der Kirche und anderen Nichtregierungsorganisationen (NRO). Viele Organisationen leben vom ehrenamtlichen Engagement. Voraussetzung ist eine intelligente Verbindung zwischen Haupt- und Ehrenamt. Die Grundlagen für solche Möglichkeiten in der Situation der eigenen Gemeinde/Gruppe sollen in diesem Modul erarbeitet werden. Dabei werden die Grundlagen in Sachen Personalführung für die spezielle Situation der Ehrenamtlichen vermittelt. Konkrete Handlungsansätze
für die jeweilige Gemeinde/Gruppe werden aufgrund der Erfahrungen mit verschiedenen Gemeindemodellen aus Deutschland und der Ökumene entwickelt.
Dauer einer umfangreichen Erarbeitung in dieses Thema: eine Woche, eine Einführung ist an einem Wochenende möglich. Einzelne Module können auch als Tagesveranstaltungen gebucht werden.
Für Gruppen, Gemeinden und Teams, die gemeinsam ein Modell der Zusammenarbeit entwickeln wollen, oder Verantwortliche in der Personalführung von Ehrenamtlichen

Unter professioneller Anleitung arbeiten Gruppen mit einem biblischen Text kreativ und erfahrungsbezogen und finden dadurch einen neuen Zugang zu Altvertrautem und Fremdem in der Bibel. Im offenen Prozess des Bibliodramas
tritt der biblische Text mit einer Gruppe und deren Mitgliedern in eine Interaktion; dies geschieht ganzheitlich. Die Methode ist erfahrungs- und textorientiert.
Ein Tag eignet sich, um in das Thema Bibliodrama hineinzuschnuppern. Ein ganzes Wochenende ermöglicht das Erleben des gesamten Prozesses.
Geeignet ist ein Seminar für Gruppen mit 10 bis 20 Personen (Mindestalter 14 Jahre), die sich gerne auf den kreativen Umgang mit der Bibel einlassen. Besonders empfehlenswert ist dieses Angebot auch für interkulturelle
Gruppen, wie zum Beispiel Besuchsgruppen aus Afrika und Asien mit ihren deutschen Partnern.

In Deutschland sind sie noch eine kleine Minderheit, allerdings mit deutlichem Wachstumstrend, weltweit stellen sie längst die Mehrheit der Christen: pfingstlich-charismatische Kirchen und Bewegungen. Noch nie in der Geschichte hat sich eine religiöse Bewegung so schnell und so global ausgebreitet. Religionswissenschaftler glauben, dass sie die Kirchengeschichte des 21. Jahrhunderts entscheidend prägen wird. Wer sind diese Kirchen? Was glauben ihre Mitglieder? Was wird dort gepredigt und gelebt? Wir laden Sie ein, sich zu informieren und mit Menschen aus diesen Kirchen ins Gespräch zu kommen.
Die Module können je nach Bedarf zwei bis sechs Stunden füllen und einzeln oder in beliebiger Kombination gebucht werden. Eine Seminarlänge von mindestens einem halben Tag wird dringend empfohlen.
Alle interessierten Gruppen. Das Thema eignet sich auch für Schul- und Jugendgruppen ab Sekundarstufe II.

Wie leben Frauen – hier und anderswo in der Welt? Was sind ihre Herausforderungen, ihre Schwierigkeiten und woraus schöpfen sie Kraft? Wir laden insbesondere Frauen und Frauengruppen ein, in Seminaren zu frauenspezifischen Themen neue Anregungen und Impulse für ihr Leben und ihre (gemeinsame) Arbeit zu bekommen.
Eine Auseinandersetzung mit einzelnen Themen verlangt eine Seminardauer
von einem Tag. Einzelne Themen können auch miteinander kombiniert werden.

Das Ökumenische Lernen lebt von der Begegnung mit dem Fremden, das das Eigene bewusst werden lässt. Die Begegnung mit dem Fremden kann aber auch verunsichern, bis dahin, dass das Fremde als Bedrohung der eigenen Identität wahrgenommen wird und Gewalt auslöst. Diese Gewalt erleben nicht nur viele Ausländerinnen und Ausländer in Form von Fremdenfeindlichkeit.
Jede Form von Gewalt folgt einem ähnlichen Motivationsmuster. Was ist Gewalt und wo fängt Gewalt an? Wie nimmt man Gewalt wahr und wie kann damit umgegangen werden? Die Module liefern Fach- und Hintergrundwissen zur Gewalt und zu seiner Überwindung und wollen für das eigene Verhalten sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.
Die Module eignen sich für Gemeindegruppen jeglichen Alters. Sinnvoll sind sie außerdem für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die ihr eigenes Verhalten als Führungsperson reflektieren wollen oder sensibel werden wollen für Gewaltpotenzial in Gruppen, die sie leiten.