Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal stellt am 4. August den ersten Band der neuen Buchreihe »Mission und Gegenwart – Schriften aus der Archiv- und Museumsstiftung und der Vereinten Evangelischen Mission« vor.
(29.07.2008) »Heimgeschickt. Ein Bericht über Kinder von Missionaren der Rheinischen Mission« titelt das Buch, das Annemarie Töpperwien für die neue Buchreihe »Mission und Gegenwart« geschrieben hat. Es ist der erste Band der neuen Schriftenreihe, den die Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal jetzt herausgegeben hat.
Seit 1828 sandte die Rheinische Missionsgesellschaft von ihrer Zentrale in Barmen Missionare »in alle Welt« aus. In der Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal fand die Autorin Annemarie Töpperwien unter den zahllosen authentischen Dokumenten auch die Eintragungen über die Kinder der Missionare. Häufig wurde im fünften oder sechsten Lebensjahr der Kleinen ihr Umzug nach Deutschland beantragt. Was geschah seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs hinein mit diesen Kindern? Wie sah ihr Leben in der für sie eigentlich fremden »Heimat«, ohne Eltern und Familie aus?
Diese Fragen versucht die Autorin in ihrem neuesten Buch zu beantworten.
Seit etwa 1850 stimmten Missionsleitung und Missionseltern darin überein, dass eine qualifizierte Schul- und Berufsausbildung für die Missionarskinder dringend erforderlich, und nach Meinung der Eltern am besten in der deutschen Heimat gewährleistet war. In den folgenden Jahrzehnten schickten fast alle Missionarsfamilien ihre Kinder im frühen Schulalter nach Deutschland. Für die Kinder, die nicht bei Verwandten aufgenommen werden konnten, stellte die Rheinische Mission Erziehungsheime zur Verfügung, verschiedene Knaben- und Töchterheime im heutigen Land Nordrhein-Westfalen.
Über die Gründe diese Erziehungsheime zu errichten und deren Zielsetzungen und Geschichte, berichtet die Autorin im ersten Kapitel ihres Buches. In ihren ersten Lebensjahren wuchsen die Missionarskinder bei ihren Eltern in den verschiedenen Missionsstationen auf. Heimgeschickt zu werden, war ein harter Einschnitt im Leben dieser Kinder. Was ihnen in der bisher ganz fremden »Heimat« bevorstand – auch das ist in dem Buch nachzulesen. Die Rolle der Heimeltern ist ebenso berücksichtigt wie die »Macht und Ohnmacht« der leiblichen Eltern. Die Autorin wirft schließlich auch einen Blick auf dass, was aus den ehemaligen Kindern der rheinischen Missionare geworden ist. Das abschließende siebte Kapitel wägt schließlich die Vor- und Nachteile, den »Preis und Gewinn« dieser Einrichtungen für die betroffenen Missionarskinder selbst ab.
Zur Präsentation der neuen Buchreihe laden wir Sie herzlich ein am:
Montag, 4. August 2008, 18 Uhr
im Missionshaus der Vereinten Evangelischen Mission
in Wuppertal-Barmen, Rudolfstraße 137
Zur Entstehungsgeschichte der Buchreihe spricht:
Rüdiger Köppe, Verleger
Über das Buch spricht:
Annemarie Töpperwien, Autorin
Wir freuen uns, wenn wir Sie oder eine Vertreterin/einen Vertreter Ihrer Redaktion zur Buchvorstellung begrüßen können. Bitte erleichtern Sie uns die Planung durch Ihre Rückmeldung per Fax an (0202) 890 04-179 oder per E-Mail an amsw@vemission.org
Nähere Informationen zur Buchvorstellung:
Julia Besten, Geschäftsführerin der Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal,
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F.d.R.: Brunhild von Local
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