Ausstellung zum Klimawandel auf Borkum eröffnet
(15.06.08) Mit einer Luftballonaktion haben Delegierte und Mitarbeitende der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) sowie Gäste und Gemeindeglieder der Evangelisch-reformierten Kirche heute die VEM-Ausstellung "Klima der Gerechtigkeit" auf Borkum eröffnet.
Die Ausstellung, die aus 20 Tafeln und interaktiven Elementen besteht, führt in die Problematik des Klimawandels ein und zeigt anhand von Länderbeispielen, wie sich Mitgliedskirchen und Partner der VEM in Asien, Afrika und Deutschland mit Klimawandel und Umweltschutz auseinandersetzen.
"Die Länder der nördlichen Hemisphäre der Welt verschmutzen die Umwelt, und die Menschen im Süden bekommen den Schaden ab - das ist ungerecht", erklärte VEM-Moderator Bischof Dr. Zephania Kameeta vor der Ausstellungseröffnung.
Man dürfe Menschen in südlichen Ländern jedoch nicht aus der Verantwortung des Umweltschutzes entlassen, sagte Imelda Simangunsong-Matondang. In Indonesien beispielsweise tragen viele Menschen durch illegalen aber gewinnbringenden Holzeinschlag mit zur Umweltzerstörung bei, hätten aber auf Grund ihrer Armut kaum eine andere Wahl und interessierten sich nicht für das Thema. Hier seien Bewusstseinsbildung und Armutsbekämpfung nötig. Auch sei die traditionelle Bauweise in Indonesien umweltschonender als die westliche Bauweise, die jedoch als modern empfunden wird und nachgeahmt werde.
Da die Vereinte Evangelische Mission in drei Erdteilen aktiv ist, werden global zusammenhängende Umweltprobleme deutlich sichtbar; die Kirchen fühlen sich einander in der VEM verbunden und versuchen, gemeinsam Lösungen zu suchen und Verantwortung zu übernehmen, sagt Dr. Jochen Motte, Referent für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und Initiator der Ausstellung. In ihren Ländern fordern die Kirchen ihre Regierungen auf, für Menschenrechte und für Umweltschutz einzutreten.
Viele Mitgliedskirchen der VEM haben schon Umweltschutzprojekte, die langfristig zum Klimaschutz beitragen sollen, wie etwa das Wiederaufforstungs-Programm der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania oder die Einführung von Solaröfen durch die Amity Foundation in China. Die Evangelisch-reformierte Kirche in Deutschland hat zum Beispiel eine Mitarbeiterin zur Energie-Spezialistin ausbilden lassen, die Gemeinden hinsichtlich umweltfreundlicher Heizsysteme berät. "Viele solcher kleinen Schritte sind noch nötig", sagte Kirchenpräsident Jann Schmidt.
Mitwirkende an der Ausstellung sind neben dem Referat für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung der VEM der Journalist und Klima-Experte Frank Kürschner-Pelkmann, Berufsschülerinnen des Hugo-Kükelhaus-Berufskollegs in Essen sowie MediaCompany Berlin.
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