(dpa/ap/taz/02.01.2007) Ein Passagierflugzeug mit 102 Menschen an Bord wird im Osten Indonesiens vermisst. Die Maschine der Adam Air, einer privaten indonesischen Fluggesellschaft, war in nordöstlicher Richtung von der Insel Java zur Insel Sulawesi unterwegs, als die Bodenkontrolle den Kontakt zur Crew nach einem Notruf verlor, teilte ein Sprecher des indonesischen Such- und Rettungsdienstes gestern mit.
In dem Flugzeug vom Typ Boeing 737-400 seien 96 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Medien zufolge ging dem Flugzeug vermutlich der Treibstoff aus.
Derweil setzen Rettungskräfte ihre Suche nach Überlebenden des Fährunglücks in der javanischen See fort, das sich am vergangenen Wochenende ereignete. Bislang konnten sie knapp 200 Menschen lebend bergen. Rund 400 Passagiere galten am Wochenende noch als vermisst, mindestens 66 Tote wurden bislang geborgen.
Die indonesische Fähre "Senopati Nusantara" hatte sich auf ihrem Weg von Zentralkalimantan nach Zentraljava befunden. In der Nacht zu Samstag war das Schiff in einen schweren Sturm geraten und innerhalb kurzer Zeit gegen Mitternacht gesunken.
Der Verkehrsminister Hatta Radjasa sagte gestern, die Suche nach Überlebenden solle noch mindestens eine Woche fortgesetzt werden. Sowohl Schiffe als auch Flugzeuge suchen derzeit das Unglücksgebiet ab. Allerdings behindern heftiger Wind, hoher Wellengang und schlechte Sicht die Rettungsbemühungen.