Bielefeld (13.11.07/epd). Mit einem Gottesdienst hat am Dienstag in Bielefeld-Bethel die Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen begonnen.
In seiner Predigt rief der Superintendent des Kirchenkreises Dortmund-Süd, Klaus Wortmann, zu einem fröhlichen Glauben und zu gegenseitiger Ermutigung auf. Es gelte die Kraft wahrzunehmen, die aus den Werken Gottes auf die Menschen übergehe, "damit die Freude an Gottes Guter Nachricht uns so erfüllt, dass sie ausreicht als Proviant in anstrengenden Zeiten". Wortmann hob auch die Bedeutung christlicher Gemeinschaft hervor, in ihr könne der Glaube erst richtig aufblühen.
Anschließend stand der Bericht von Präses Alfred Buß auf der Tagesordnung. Er wollte auf aktuelle kirchliche und gesellschaftliche Fragen eingehen. Bis Freitag berät die Synode über eine Reihe von Anträgen und Kirchengesetzen. In einer Vorlage mit dem Titel "Pfarrberuf mit Zukunft" geht es um Aufgaben, Rolle und Selbstverständnis der etwa 2.100 westfälischen Theologen, für die es derzeit rund 1.500 Pfarrstellen gibt. Angeregt wird darin auch die Ausbildung von "Gottesdienst-Coaches", um die Qualität der Gottesdienste zu sichern.
Erstmals wird am Freitag der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) vor dem Parlament der viertgrößten deutschen Landeskirche sprechen. Zum Abschluss der viertägigen Beratungen wird außerdem ein Papier über die Aufgaben des Staates im Zeitalter der Globalisierung veröffentlicht, das die Landeskirche bis 2009 diskutieren soll. Die Synode verabschiedet auch den landeskirchlichen Haushalt für 2008.
Die Landessynode ist das oberste Entscheidungsorgan der Evangelischen Kirche von Westfalen. Sie ist für theologische Grundsatzentscheidungen und rechtliche Regelungen zuständig.
Website der Evangelischen Kirche von Westfalen: www.ekvw.de
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