Internationale Solidarität hat Freilassung eines Papua erwirkt
(20.07.2010). Yusak Pakage ist am 6. Juli vom indonesischen Präsidenten begnadigt worden. Pakage hatte sich an einer gewaltlosen Demonstration für das Selbstbestimmungsrecht der Papua beteiligt. Weil er dabei die verbotene Papua-Flagge mit sich führte, wurde er im Mai 2005 zu zehn Jahren Haft verurteilt. Das Richtertrio, das die Urteile gefällt hatte, wurde schon vor einigen Jahren wegen Korruption entlassen. Trotzdem wurden die außergewöhnlich harten Urteile nicht überprüft. Die Haftbedingungen waren hart, besonders die medizinische Versorgung war mangelhaft.
Von Beginn seiner Haft an haben sich viele Menschen weltweit für die Freilassung Pakages eingesetzt, so auch die Evangelische Kirche von Westfalen und die Kirchenkreise Schwelm und Hattingen-Witten, die langjährige Partnerschaften mit der Kirche in Papua haben. Auch das Papua-Netzwerk und die Vereinte Evangelische Mission haben sich für die Begnadigung eingesetzt. Der internationale Druck sowie die Unterschriftenkampagnen der Kirchen und von Amnesty International haben dazu beigetragen, dass Pakage am 6. Juli 2010 vom indonesischen Präsidenten begnadigt wurde.
Der Mithäftling Pakages, Filep Karma, der gemeinsam mit ihm verhaftet und dann zu fünfzehn Jahren Gefängnis verurteilt wurde, ist von der Begnadigung nicht betroffen. Er ist schon seit langem erkrankt und wird nun nach massiven Protesten medizinisch behandelt.