VEM stellt 10.000 Euro Soforthilfe für die Überlebenden des Tanklaster-Unglücks im Kongo zur Verfügung
(15.07.2010) Für die Überlebenden und deren Angehörige der Tanklaster-Katastrophe in Sange, einem kleinen Dorf im Osten der Demokratischen Republik Kongo, stellt die Vereinte Evangelische Mission (VEM) 10.000 Euro bereit. Ein Großteil der Opfer sind Mitglieder der Baptistischen Kirche im Kongo (CBCA), einer Mitgliedskirche der VEM.
Bei der Explosion eines Tanklasters im Kongo Anfang Juli sind nach offiziellen Angaben mindestens 300 Menschen umgekommen und 130 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Ein Großteil der Verletzten hat schwerste Verbrennungen erlitten und ist in nahe gelegene Krankenhäuser gebracht worden. Viele von ihnen kämpfen noch um ihr Leben. Unter den Opfern waren 48 Gemeindemitglieder der Baptistischen Gemeinde in Sange, darunter auch Kigabi Mujaga, ein in der Gegend bekannter Lehrer, 17 Studenten der Fachhochschule für Landwirtschaft ITAVE, drei Frauen, sieben Männer, acht Jugendliche und fünf Kinder. Die Kirche vor Ort versucht den Überlebenden zu helfen. »Ich hoffe, dass die VEM uns helfen wird, so wie sie es immer schon in der Vergangenheit getan hat«, schrieb Dr. Kakule Mole, der ehemalige Afrikareferent der VEM und jetzige Präsident der CBCA, in einem Brief an die VEM. »Es ist furchtbar schrecklich, dass unser Land immer wieder von Katastrophen heimgesucht wird«, so Molo.
Ein aus Nairobi kommender Tanklaster fuhr am 3. Juli durch das Dorf Sange, überholte einen Minibus und überschlug sich. Eine Feuerwalze erfasste dutzende Häuser. Viele der Opfer haben sich zu Hause oder in einem nahegelegenen Café gerade das WM-Fußballspiel Uruguay-Ghana angesehen. Einige hätten versucht, auslaufendes Benzin aufzufangen. Das Dorf Sange wurde fast vollständig zerstört.