Neue Moderatorin ist Regine Buschmann
(20.06.08) Die Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) hat am Donnerstag auf Borkum weitreichende Änderungen ihrer Struktur und ihrer künftigen Arbeitsbereiche beschlossen. Davon erhofft sich die VEM eine stärkere Einbindung ihrer Mitgliedskirchen in alle Entscheidungsprozesse der VEM sowie langfristige finanzielle Einsparungen, die Projekten in Afrika und Asien zugute kommen sollen.
Als Moderatorin der VEM gewählt wurde Regine Buschmann - Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel; die Vizemoderatoren sind Dr. Kakule Molo (CBCA/DR Kongo), Tuhoni Telaumbanua (BNKP/Indonesien) und Dr. Ulrich Möller (EKvW/Deutschland).
Die Arbeitsbereiche der VEM werden in Zukunft in sieben Abteilungen geordnet sein: Evangelisation, Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (JPIC), »Training and Empowerment«, die drei Regionalabteilungen Deutschland, Afrika und Asien sowie die Geschäftsführung.
Der Bereich Evangelisation wird gestärkt: Hier möchte die VEM neue Wege finden, um die Botschaft der Bibel zeitgemäß zu vermitteln und neue Zielgruppen erreichen, etwa durch stärkere Einbeziehung von Popkultur in die Verkündigung.
Die neue Abteilung »Training and Empowerment« wird mit internationalen Frauenprogrammen betraut; ferner werden dort das Stipendienprogramm und die Austauschprogramme für Jugendliche angesiedelt sein, die in Zukunft intensiviert werden sollen.
Der Arbeitsbereich Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (JPIC) wird sich in Zukunft verstärkt mit dem Klimawandel beschäftigen, den die Mitgliedskirchen schon auf unterschiedliche Weise zu spüren bekommen.
Die Regional-Abteilungen Afrika, Asien und Deutschland werden weiterhin als Schnittstellen zu den Mitgliedskirchen fungieren - in Zukunft werden hier auch die Partnerschaften koordiniert. Für jede Region gibt es zukünftig eine Leiterin oder einen Leiter sowie einen Assistenten in Wuppertal, sowie für Afrika und Asien jeweils einen bzw. eine Verantwortliche für gemeinsame Programme der Kirchen sowie einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin für Frauen und Jugendarbeit, angesiedelt in Medan und Daressalam.
Die beiden Bildungseinrichtungen Ökumenische Werkstatt Wuppertal und Ökumenische Werkstatt Bethel werden Kompetenz-Zentren für missionarische Weiterbildung (Wuppertal) und für den neuen Arbeitsbereich Diakonie (Bethel). Letzterem wird die Koordination der internationalen Anti-Aids-Arbeit zugeordnet.
Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit ist dem Generalsekretär direkt unterstellt.
Die Schwesterngemeinschaft in der VEM und die Archiv- und Museumsstiftung bleiben als eigene Körperschaften bestehen.
Mit den beschlossenen Veränderungen werden bis 2012 Einsparungen von mehr als einer Million Euro erwartet. Die Programme in Afrika und Asien sollen aber nach Möglichkeit weiter gestärkt werden, zum Beispiel durch den Ausbau des Personalaustauschprogramms, durch Trainingskurse zum Katastrophenschutz und das Stipendienprogramm.
Die Strukturreform zieht ferner Änderungen der Entscheidungsorgane der VEM mit sich: Die Anzahl der Delegierten der Vollversammlung und des Rats werden verringert, diese werden aber öfter zusammenkommen als bisher. Die Vollversammlung tritt alle zwei Jahre zusammen, wird jedoch wie bisher alle vier Jahre gewählt.
In Wuppertal wird es einen Vorstand - das "Management Team" geben, das aus sieben Referenten und dem Generalsekretär besteht.
F.d.R.: Birgit Pfeiffer, Tel.: 0173.1975 123. pfeiffer-b@vemission.org