Kölner Architekturbüro Lepel & Lepel gewinnt Architekturwettbewerb für den Umbau des Tagungszentrums Ökumenische Werkstatt/Centre for Mission and Leadership Studies
(21.07.2010). 40 Jahre nach der Eröffnung des Tagungszentrums sei ein umfassender Umbau und Modernisierungsmaßnahmen dringend erforderlich, um den heutigen Standards noch gerecht zu werden, betonte Matthias Börner am Mittwoch (21. Juli) vor Journalisten in Wuppertal. Mit einem Baubeginn rechnet der Leiter des Tagungszentrums/Centre for Mission and Leadership Studies im Januar 2012; mit der Fertigstellung in neun Monaten. Der Aufsichtsrat der Vereinten Evangelischen Mission wird darüber im Oktober endgültig entscheiden. Während der Baumaßnahme werde aber der Seminarbetrieb für die »Kernklientel« weitergehen. Man werde die Räume anderer Tagungshäuser in Wuppertal und Umgebung nutzen, so Börner.
Das »Kölner Architektenbüro Lepel & Lepel ist der Sieger des Architektenwettbewerbs für den Umbau und die Modernisierung des Tagungszentrums in Wuppertal«, sagte der vorsitzende Preisrichter, der Dortmunder Architekt Fritz Heinrich. Insgesamt hatten acht Mitbewerber Entwürfe eingereicht. Anfang Juli hätten die acht Mitglieder des Preisgerichts für den Architektenwettbewerb über die Preisvergabe für den Umbau des Tagungszentrums in Wuppertal auf der Hardt entschieden. Die Entscheidung für den ersten Preis sei einstimmig gefallen, sagte der Diplomingenieur Heinrich. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung der Wettbewerbsbeiträge erläuterte Heinrich die Entscheidung der Jury. So weise etwa der Kölner Entwurf unter den eingereichten Vorschlägen in Bezug auf die Funktionsverteilung, den städtebaulichen Aspekt, die architektonische Gestaltung des Eingangs und die Anforderungen an nachhaltiges Bauen und Wirtschaftlichkeit die überzeugendsten Ansätze auf. Insgesamt seien drei Preise und ein Anerkennungspreis vergeben worden, sagte Heinrich. Noch bis Ende August werden werktags von 8 bis 16 Uhr die Wettbewerbsbeiträge im Tagungszentrum ausgestellt.
Mit der heute bekannt gegebenen Entscheidung stehe fest, wie das neue Tagungszentrum aussehen werde, betonte Monika Lepel, die Gewinnerin des Wettbewerbs. »›Beziehung bauen‹ – das ist unser Credo. Die Beziehungen sollen wahrnehmbar werden sowohl für die Gäste als auch für die Mitarbeitenden.« Drei Aspekte seien dabei relevant gewesen, sagte die Innenarchitektin Lepel. Das alte historische Gebäude solle erhalten bleiben, allerdings mit einem neu gestalteten Eingang. Die Glasfassade werde das neue Gesicht des Campus werden. »Die zweigeschossige Halle mit Glasdach wird ›die neue Mitte‹.« Von dort seien alle Gebäudeteile zu erreichen, betonte Monika Lepel. Die Ordnung der Funktionen im Haus sei leicht nachvollziehbar, verbessere die Übersicht und würde letztlich den Komfort der Gäste steigern. Und das sei ja schließlich entscheidend. Das rund hundert Jahre alte Gebäude werde auch mit einem zeitgemäßem Innenleben ausgestattet. So werde es auch mehr Einzelzimmer mit Nasszelle geben, um das das Angebot attraktiver zu machen. Die Kölner Architekten seien respektvoll mit dem historischen Gebäude umgegangen, sagte Heinrich zum Abschluss. Auch das sei für die Jury ein Grund für den ersten Preis gewesen.
Das CMLS leistet durch ein vielfältiges Seminar- und Fortbildungsangebot die interkulturelle, entwicklungspolitische und theologische Bildungsarbeit für den Träger, die Vereinten Evangelischen Mission.