Internationaler Menschenrechts-Workshop der VEM tagt in Indonesien
(Wuppertal, 6. Februar 2008, VEM) Frieden und Überwindung von Gewalt, wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit, die Zunahme ökologischer Krisen und die andauernd prekäre Menschenrechtssituation in vielen Regionen der Erde sind Themen mit denen sich Kirchen weltweit auseinander setzen.
Die Erfahrungen mit diesen Themen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Deutschland gemeinsam zu reflektieren und die Kooperation in der Menschenrechtsarbeit zu verbessern sind Ziele des VEM-Menschenrechts-Workshops „Herausforderungen für die Kirche in einer sich verändernden Welt“, der vom 10. bis 17. Februar 2008 auf der Insel Batam in Indonesien stattfindet.
Die Freihandelszone Batam vor den Toren Singapurs ist in den letzten 30 Jahren systematisch als Industrieregion und „Exportmaschine“ Indonesiens ausgebaut worden. Die Bevölkerung stieg in nur vierzig Jahren von 2000 auf geschätzte eine Million. Internationale Wirtschaftsunternehmen werden von den günstigen Investitionsbedingungen angezogen.
Die sozialen und ökologischen Folgen dieser radikalen Industrialisierung sind dramatisch: Umweltzerstörung, problematische Arbeitsbedingungen bis hin zu Kinderarbeit, Menschenhandel und Prostitution. Insofern ist Batam ein Ort, an dem die 43 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 12 Ländern die negativen Folgen der wirtschaftlichen Globalisierung nicht nur diskutieren, sondern auch ganz augenfällig erleben können.
Dies ist bereits der vierte internationale Menschenrechts-Workshop, den das VEM-Menschenrechtsreferat unter der Leitung von Dr. Jochen Motte, vorbereitet hat.