Partnerschaftsarbeit war Schwerpunkt auf der 13. Deutschen Regionalversammlung
(19.05.2008) Mit einem Gottesdienst ist am Samstag die 13. Deutsche Regionalversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Bielefeld-Bethel zu Ende gegangen.
In seiner Predigt betonte Pastor Ulrich Pohl, Leiter der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, die Wichtigkeit des persönlichen Austauschs zwischen Christinnen und Christen. Die persönliche Begegnung sei »immer das Beste an der Partnerschaft zwischen Christinnen und Christen, Gemeinden und Kirchen«.
Die Versammlung der Delegierten der sechs deutschen VEM-Mitgliedskirchen und der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel stand unter dem Motto: »Gemeinsam in Gottes Auftrag – Partnerschaften in der VEM«.
Partnerschaft sei »die konkrete Form der Gemeinschaft von Kirchen auf der Basisebene«, heißt es im Bericht zur Evaluation der VEM-Partnerschaften, der auf der DRV vorgestellt wurde. Über 100 internationale Partnerschaftsbeziehungen bestehen zwischen VEM-Mitgliedskirchen in Deutschland, Afrika und Asien auf der Ebene von Kirchenkreisen und Dekanaten. Einige von ihnen bestehen seit über 25 Jahren.
Wichtig für stabile Partnerschaftsbeziehungen ist es, die Partnerschaftsarbeit strukturell nicht nur – wie bisher – in den deutschen Mitgliedskirchen zu verankern, sondern auch in den afrikanischen und asiatischen. Ferner wäre es hilfreich, wenn sich beide Seiten einer jeden bilateralen Partnerschaft über ein gemeinsames Verständnis und über gemeinsame Ziele der Partnerschaft verständigten, da hier interkulturelle Unterschiede zu unterschiedlichen Erwartungen und zu Missverständnissen führen können, hat die Evaluation ergeben.
Wenn möglich – so ein Beschluss der DRV – sollen neue Formen der Partnerschaft, wie zum Beispiel Schulpartnerschaften, in allen drei Regionen erprobt werden. Dies war ein Wunsch, den VEM-Mitgliedskirchen geäußert hatten.
Gemeinsam zu beten und sich mit den Partnern im Glauben verbunden zu wissen, spielt für alle Partner eine wichtige Rolle – aber auch die gegenseitige Anteilnahme und Hilfestellung an Problemen sowie Lobby-Arbeit. »Wo wir sehen, dass Menschen leiden, dass Schwestern und Brüder unter Gewalt leiden, dass Menschenrechte vorenthalten werden – da muss sich die Gemeinschaft von Kirchen bewähren: in West-Papua, in Sri Lanka, auf den Philippinen und im Kongo«, so Ulrich Pohl in seiner Predigt am Samstag.
Die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel waren Gastgeber der 13. DRV – des höchsten Beschluss fassenden Gremiums der Region Deutschland der VEM.
F.d.R.: Birgit Pfeiffer, VEM, Tel.: 0202.89004-101, info(at)vemission.org