Die Evangelische Kirche im Rheinland
Mit rund 2,94 Millionen Mitgliedern ist die Evangelische Kirche im Rheinland die zweitgrößte der 23 Landeskirchen in Deutschland. Und auch ihre geografische Ausdehnung ist enorm: Sie reicht vom Niederrhein bis ins Saarland und von der belgischen Grenze bis weit ins Bergische Land. Die 44 Kirchenkreise mit derzeit 797 Kirchengemeinden liegen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen.
Weit mehr als 110 000 Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren geben der rheinischen Kirche ihr Gesicht – zusammen mit etwa 2 200 Theologinnen und Theologen. Hinzu kommen mehr als 20 000 Männer und Frauen, die hauptberuflich im Dienst der Kirche stehen, sowie rund 57 000 Mitarbeitende in diakonischen Einrichtungen.
Die Leitungsstruktur der Evangelischen Kirche im Rheinland ist presbyterial-synodal geordnet: Das ist griechisch und bedeutet »Älteste, Ältester« und »gemeinsamer Weg, Versammlung«. Deshalb sind alle Mitglieder der verschiedenen Leitungsgremien auf Zeit gewählt. In den Gemeinden bestimmen fast 9 000 Presbyterinnen und Presbyter zusammen mit mehr als 1 000 gewählten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den örtlichen Pfarrerinnen und Pfarrern über die geistlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen vor Ort.
Abgeordnete der Presbyterien regeln wiederum in den Kirchenkreisen die übergemeindlichen Aufgaben. Die Kreissynodalen wählen den Kreissynodalvorstand mit dem Superintendenten bzw. der Superintendentin an der Spitze. Sie entsenden außerdem Vertreterinnen und Vertreter in die Landessynode, das oberste Leitungsgremium der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Die derzeit knapp 240 stimmberechtigten Mitglieder der Landessynode wählen für jeweils acht Jahre Präses (Vorsitzender) und Präsidium der Synode. Das Präsidium besteht einschließlich Präses aus acht Theologinnen/Theologen sowie aus acht Nicht-Theologinnen/-Theologen. Die Synode tagt in der Regel einmal pro Jahr. In der Zwischenzeit wird die rheinische Kirche vom Präsidium der Landessynode geleitet, das dann »Kirchenleitung« heißt.
Stand der Zahlen: März 2007
Zur Website der EKiR: www.ekir.de



