Jochen Motte, Mitglied des Vorstands der VEM, und Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung eröffnen VEM-Menschenrechtskampagne zum Thema »Klima der Gerechtigkeit« zum Tag der Menschenrechte (10.Dezember 2008)
(1. 12. 2008). »Die Vereinte Evangelische Mission möchte auf die Folgen des Klimawandels in Ländern des Südens aufmerksam machen, Bewusstsein für globale Zusammenhänge wecken und Anstöße für konkretes Handeln zum Schutz des Klimas geben«, so Dr. Jochen Motte, Mitglied des Vorstands der Vereinten Evangelischen Mission (VEM)anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember. Vor 60 Jahren, am 10. Dezember 1948, unterzeichnete die internationale Staatengemeinschaft die »Allgemeine Erklärung der Menschenrechte«.
»Deutschland und die westlichen Industrienationen sind für den Ausstoß von Kohlendioxid verantwortlich. Sie müssten jetzt mit wirkungsvollen Maßnahmen für eine Verlangsamung des Klimawandels sorgen«, mahnte Motte, das für Menschenrechte, Frieden und Umwelt verantwortliche Mitglied des VEM-Vorstandes.
Die verheerenden Folgen des Klimawandels spüren vor allem die Menschen im Süden. Dürren und Überschwemmungen bedrohen die Lebensgrundlagen ganzer Völker. Ihre Menschenrechte auf Nahrung, Wohnen, gesunde Umwelt, Bildung und gesundheitliche Versorgung sind in besonderer Weise gefährdet.
Die VEM ist Mitglied der Klimaallianz in Deutschland und setzt sich mit anderen gegenüber der Bundesregierung für eine konsequente Umsetzung der klimapolitischen Ziele ein, den Ausstoß der Treibhausgase bis 2020 um 40 Prozent zu senken.
Seit über 15 Jahren tritt die Vereinte Evangelische Mission für Opfer von Menschenrechtsverletzungen ein. In den kommenden vier Jahren werden Klimagerechtigkeit und Umweltschutz ein besonderer programmatischer Schwerpunkt der VEM und ihrer Mitgliedskirchen in vielen Ländern Afrikas und Asiens sein. In diesem Zusammenhang möchte die VEM beispielsweise auch kirchliche Internatsschulen im Westen Tansanias mit Solarenergie ausstatten. Eine Schule für Mädchen in Ahakishaka, die bisher überhaupt nicht ans Stromnetz angeschlossen ist, wird dadurch besonders profitieren und den Kindern das Leben und Lernen in der Schule erheblich erleichtern. Daneben sollen in den Küchen der Schulen verbrauchsarme Öfen installiert werden, die den Verbrauch von Feuerholz um bis zu 90 Prozent reduzieren. Damit soll u.a. die fortschreitende Abholzung und damit verbundene Bodenerosion in der Region gestoppt werden.
Diverse Materialien sind zu dieser Menschenrechtsaktion erschienen: Ein Poster, ein Faltblatt mit Informationen über die Projekte, die das Menschenrechtsreferat der VEM fördert sowie Gottesdienstmaterial mit Gebeten, Texten und Liedvorschlägen.
Darüber hinaus lädt die VEM mit einer Wanderausstellung zum Thema »Klima der Gerechtigkeit« Menschen in Deutschland ein, sich über die globalen Folgen des Klimawandels zu informieren, aber auch in der eigenen Lebensgestaltung zum Schutz des Klimas beizutragen und sich gegenüber der Politik für den Klimaschutz einzusetzen. Vom 5. bis 16. Januar 2009 wird die Ausstellung in der Evangelisch-reformierten Gemeinde in Wuppertal-Ronsdorf, Kurfürstenstraße 13, gezeigt.
Zu dieser Veranstaltung laden wir Sie herzlich ein am:
Mittwoch, 10. Dezember 2008, 15.30 Uhr
im Dienstzimmer des Oberbürgermeisters, Rathaus Wuppertal-Barmen, Johannes-Rau-Platz1, 1. Etage, Zimmer A - 136
Hinweis an die Redaktionen: Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage die Materialien für den Tag der Menschenrechte zu:
VEM, Rudolfstr. 137, 42285 Wuppertal, Telefon: (0202) 890 04-142, Fax: (0202) 890 04-79, E-Mail: jpic@vemission.org
Unter der genannten Anschrift kann auch ein Rezensionsexemplar des Kataloges zur Ausstellung »Klima der Gerechtigkeit« bestellt werden. Beleg erbeten. Der Katalog kostet 10 Euro.