(17.11.2008) »Wir haben hier und heute ein volles funktionsfähiges Archiv und ein sehr progressives und ansprechendes Museum, die beide auf sehr professionelle Weise geführt werden«. Mit diesen Worten eröffnete der Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission, Dr. Fidon Mwombeki, am 14. November die Feier zum zehnjährigen Bestehen der Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal der Vereinten Evangelischen Mission. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Friedrich Garlichs, gab einen Überblick über die vergangenen zehn Jahre der Stiftung. Beide haben auch auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die Stiftung und Mission so manches Mal miteinander hatten. Aber diese Zeiten seien nun vorbei, sagte Mwombeki. »Wir in der VEM sind stolz auf die unabhängige Arbeit der Stiftung, und wir fühlen uns gut, wenn wir uns mit ihr identifizieren. Ich hoffe, dass auch die Stiftung so empfindet, dass sie stolz ist, mit der VEM verbunden zu sein.«
Rund 50 Gäste aus dem Kreis der ehemaligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stiftung und der Mission, der Benutzer der Einrichtungen der Stiftung sowie Gremienmitglieder waren ins Missionshaus der Vereinten Evangelischen Mission in Wuppertal gekommen.
Höhepunkt der Veranstaltung war eine Lesung aus verschiedenen Publikationen der Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal. So wurde beispielsweise aus dem Buch Seine »Gehülfin«, Wirken und Bewährung deutscher Missionarsfrauen in Indonesien 1865-1930, das Annemarie Töpperwien geschrieben hat, gelesen.
Die Geburtstagfeier wurde umrahmt von Violinklängen von Heike Haushalter; Elke Masinu hat auf dem Klavier begleitet.
Die Archiv- und Museumsstiftung bewahrt, sammelt und erschließt die historischen Bestände der VEM und ihrer Vorgängerorganisationen systematisch für die religions- und missionswissenschaftliche Forschung.
Die Bestände: Das sind unter anderem handkolorierte Glaspositive aus dem 19. Jahrhundert, Stummfilme zur Mission in Afrika und Asien sowie einmalige Dokumente, Bücher, Zeichnungen und Kupferstiche aus den Anfängen der Mission. Ferner belegen handschriftliche Briefe, wie die Mission seit ihrer Gründung 1828 ihren Auftrag verstand und wie ihr damaliges gesellschaftliches Umfeld aussah. Das Völkerkundemuseum, das ebenfalls zur Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal gehört, bewahrt Gegenstände aus den Ländern auf, in denen Mitarbeiter der VEM und ihrer Vorgängergesellschaften tätig waren. Die meisten Stücke stammen aus der Anfangszeit der Mission und sind in den Herkunftsländern kaum noch zu finden.