VEM unterstützt Flüchtlingsarbeit ihrer Mitgliedskirche mit 15.000 Euro
(30.10.2008) Mit 15.000 Euro unterstützt die Vereinte Evangelische Mission (VEM) die Flüchtlingsarbeit ihrer Mitgliedskirche in den Philippinen auf Mindanao, der Vereinigten Kirche Christi in den Philippinen (UCCP).
Auf Mindanao ist es seit der Nicht-Unterzeichnung eines lang verhandelten Abkommens zur Ausweitung des Autonomiegebiets für die muslimische Gruppe der Bangsa Moro (einer Minderheit) im August zu Kämpfen zwischen der Moro Islamic Liberation Front (MILF) und Regierungstruppen gekommen. Mitglieder der MILF besetzten nach dem Scheitern des Abkommens einige Dörfer.
Ein Mitglied der UCCP, Albertho Pano, berichtete, wie seine Eltern und sein Bruder von Rebellen getötet und ihr Haus wie einige andere im Dorf niedergebrannt wurden. Seit August wohnen er und andere Dorfbewohner in kleinen Hütten. Aus Angst vor weiteren Ausschreitungen gehen sie nicht auf die Felder, berichtete VEM-Asienreferentin Sonia Parera-Hummel nach einem Besuch der Region im September.
Augenberichten zufolge schlug am 8. September eine von der Armee gezündete Bombe in der Nähe von Datu Piang ein, die »Rebellen« treffen sollte; sechs Zivilisten, zwei Kinder sowie eine schwangere Frau wurden dabei getötet.
Die UCCP sammelt in ihren eigenen Reihen und bei ihren internationalen Partnern Spenden für muslimische und christliche Flüchtlinge in Mindanao, um ihre Versorgung mit Reis, Konserven, Kleidung, Medizin, Bettzeug und Zelten zu gewährleisten.
Im zweiten Schritt möchte die Kirche beim Wiederaufbau helfen, indem sie Baustoffe und landwirtschaftliches Gerät, Getreidesamen und Dünger zur Verfügung stellt.