Feierliche Scheckübergabe in Münster
(02.03.2007) Das Evangelische Perthes-Werk mit Sitz in Münster hat der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) einen Scheck über 20.000 Euro überreicht. Das Geld ist für ein Projekt für Frauen und Kinder auf Nias bestimmt, die durch den Tsunami 2004 und das schwere Erdbeben 2005 betroffen worden sind.
Das Evangelische Perthes-Werk in Münster ist ein überörtlicher Träger diakonischer Einrichtungen im Bereich des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche von Westfalen. Das Werk umfasst derzeit über 70 Einrichtungen. Der Name geht auf ihren Begründer, Clemens-Theodor Perthes, zurück.
Bei der Spendenwerbung bewies das Werk Einfallsreichtum: Seit dem Tsunami haben die Mitarbeiter jeweils die Cent-Beträge hinter dem Komma ihres monatlichen Gehaltes beiseite gelegt. Bei mehr als 4000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Deutschland sind in dieser „Rest-Cent-Aktion“ 20.000 Euro zusammengekommen.
Der Vorstand des Perthes-Werks überreicht dem Generalsekretär der VEM, Fidon Mwombeki den Scheck über 20.000 Euro. V.l.n.r: Dr. Werner M. Ruschke, Dirk Töberich (der Initiator der Rest-Cent-Aktion), Fidon Mwombeki, Klaus Wegener- Janson, Foto: VEM/Birgit Pfeiffer
„Das ist wirklich ein toller Erfolg, der zeigt, wie engagiert die Mitarbeiterinnen des Perthes-Werkes sich zu ihrem christlichen Auftrag bekennen“, sagte Dr. Fidon Mwombeki, der Generalsekretär der VEM, vor den 100 versammelten Mitarbeitern des Werks bei der feierlichen Scheckübergabe am 2. März in Münster.
Dr. Werner Ruschke, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Perthes-Werks sagte: „Es ist ein ermutigendes Zeichen der Solidarität, das wir damals vereinbart haben und heute weitergeben können.“
Bei dem VEM-Projekt, das das Perthes-Werk unterstützt, geht es um den langfristigen Wiederaufbau der Inselgemeinschaft, beschreibt Kristin Jäger, die Tsunami-Beauftragte der VEM, die Herangehensweise der VEM bei der Tsunami-Hilfe.
Das Projekt zur Verbesserung der Lebensumstände von Frauen und Kindern auf Nias kommt 50 Familien zugute; die Teilnehmerinnen wurden in die Planung mit einbezogen. Auch Männer nehmen am Programm teil, das ganzheitlich ausgerichtet ist und Entwicklung durch Bildung ermöglichen will. Da auf Nias eine starke traditionelle Rollenteilung herrscht, werden die Männer in der Landwirtschaft weitergebildet, während die Frauen vor allem Kenntnisse in den Bereichen der Gesundheitsvorsorge, Familienplanung und Ernährung vermittelt bekommen. ?Das Projekt, das seit Januar 2007 läuft, möchte Kindern soziale Verantwortung vermitteln, Umweltbewusstsein sowie körperliche und geistige Fitness – Inhalte, die in den Niassischen Schulen nicht auf dem Stundenplan stehen. Ferner wird eine Bibliothek eingerichtet; Jugendliche können sich in Jugendtreffs über ihre Erfahrungen und Probleme austauschen und sich ehrenamtlich engagieren.
F.d.R. Birgit Pfeiffer, VEM, Telefon: 0202.89004-101 ?E-Mail: info@vemission.org
Mehr Informationen zum Evangelischen Perthes-Werk e.V.: www.pertheswerk.de/