(19.12.07) Das Ökumenische Netz Zentralafrika (ÖNZ), dem auch die VEM angehört, hat sich in einem Brief an Bundespräsident Köhler gewandt und ihn gebeten, die dramatische Menschenrechts-Situation im Kivu bei seinem 2008 anstehenden Kongo-Besuch zu thematisieren und in Verbindung damit die Demokratiedefizite in Ruanda offen anzusprechen.
"Im Ostkongo herrscht eine sich immer noch weiter zuspitzende Konfliktsituation, an der Ruanda direkt mitverantwortlich ist", heißt es in dem Schreiben, das Vertreterinnen und Vertreter von sieben Kirchen und Organisationen in Deutschland unterzeichnet haben.
"Eine Verbesserung der Situation ist nicht in Sicht. Dieser Krieg, der seinen Anfang mit dem Genozid in Ruanda und der darauf folgenden Flüchtlingswelle nahm, hat bis heute mehr als vier Millionen Menschen das Leben gekostet. Dörfer in den Provinzen Nord- und Südkivu werden regelmäßig geplündert, Menschen getötet, Frauen und Mädchen auf bestialischste Art und Weise vergewaltigt. Tausende sind auf der Flucht."
Ein Info-Brief des ÖNZ informiert neuerdings über die Lage der Großen Seen. Der Newsletter kann in Zukunft auf der Website des ÖNZ eingesehen bzw. abgerufen werden.
Brief an Horst Köhler
Info-Brief des ÖNZ
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