(7.02.08) Mit 5.000 Euro unterstützt die Vereinte Evangelische Mission (VEM) die Hilfsmaßnahmen ihrer Partnerorganisation »Amity Foundation« für Opfer der Schneekatastrophe in China.
Vom 10. Januar an hatte eine Kältewelle große Teile Chinas, insgesamt 17 Provinzen, fest im Griff. Anhaltender heftiger Schneefall, Frost und Eisregen kosteten bis 29. Januar 40 Menschen das Leben; 149.000 Häuser brachen unter den Schneemassen zusammen, 602.000 weitere wurden beschädigt, 7,3 Millionen Hektar Getreideflächen stark in Mitleidenschaft gezogen, teilte der Generalsekretär der Amity Foundation, Qiu Zhongui, in einem Schreiben mit. Ohne Obdach verbrachten viele Menschen im bei Minustemperaturen Tage und Nächte im Freien; 240.000 Menschen wurden evakuiert, geht aus dem Projektantrag von Amity hervor. Das Verkehrsnetz brach vielerorts so gut wie zusammen, Flughäfen wurden geschlossen; 800.000 Reisende, die wegen des Chinesischen Neujahrsfests unterwegs waren, saßen auf Bahnhöfen und auf Straßen fest. Vielerorts fiel der Strom aus.
Mit ihrem Nothilfeprogramm, bei dem die Amity Foundation mit der Regierung und mit lokalen Partnern vor Ort zusammenarbeitet, unterstützt Amity 5.000 besonders stark betroffene Familien in verschiedenen Provinzen, indem sie zunächst Reis und Decken zur Verfügung stellt und sich später am Wiederaufbau von Häusern, Schulen und Krankenstationen beteiligt sowie Familien zu Einkommen schaffenden Maßnahmen verhilft.
Amity geht es darum, Betroffenen wieder auf die Beine zu helfen, damit sie sich in absehbarer Zeit wieder selbst ernähren können. Das Nothilfsprogramm beginnt in der Hunan-Provinz, die am meisten betroffen ist. Danach wird die Hilfe in Hubei, Anhui, Guizhou, Guangxi, Jianxi und anderen Provinzen anlaufen.
Die Amity Foundation ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich christlichen Werten verpflichtet fühlt. Seit 1985 - dem Gründungsjahr - arbeitet sie mit der VEM zusammen. Amity ist tätig im Bildungssektor, Sozialarbeit, Gesundheitssektor, ländlicher Entwicklungsarbeit, in der Nothilfe und Wiederaufbauprogrammen. Ein- bis zweimal im Jahr ist Amity in der Nothilfe tätig, heißt es im Projektantrag.