(15.02.2008) Mit 10.000 Euro unterstützt die Vereinte Evangelische Mission (VEM) Soforthilfemaßnahmen für Opfer des Erdbebens, das am 3. Februar den Westen Ruandas und den Osten der Demokratischen Republik Kongo erschüttert und insgesamt etwa 40 Menschen getötet hat.
In Ruanda ist besonders die Diözese Cyangugu der Episkopalen Kirche in Ruanda (EER) betroffen, einer Mitgliedskirche der VEM. 21 Menschen starben dort durch das Beben, das sich morgens um 9:35 Uhr Ortszeit ereignete und das mit 6,0 auf der Richterskala verzeichnet wurde. Hunderte Menschen wurden verletzt und verloren ihr Obdach. Die Hauptkirche in Cyangugu, in der zum Zeitpunkt des Bebens viele Gläubige zum Sonntagsgottesdienst versammelt waren, wurde nach Angaben der EER zur Hälfte zerstört. Die ruandische Regierung setzte Helikopter ein, um Verletzte in Krankenhäuser nach Kigali zu bringen, da die örtliche Gesundheitsstation und das einzige Krankenhaus in Gihundwe nicht alle Verletzten aufnehmen konnte. Dem ersten Beben folgte dreieinhalb Stunden später ein weiteres Beben mit einer Stärke von 5,0 auf der Richterskala.
Die 5.000 Euro für die EER sind für die Versorgung von obdachlos gewordenen Menschen mit Medizin, Essen, Trinkwasser und Kochutensilien bestimmt.
In der DR Kongo ist besonders die Stadt Bukavu und Umgebung in der Provinz Süd-Kivu in Mitleidenschaft gezogen worden. In Bukavu, das sich 20 Kilometer vom Epizentrum befindet, wurden nach Angaben der Baptistischen Kirche im Zentrum Afrikas (CBCA) neun Menschen getötet und 211 schwer verletzt. 815 Wohnhäuser sind unbewohnbar geworden, 12 Schulen, 15 Kirchen und 11 Sozialeinrichtungen wurden zum Teil stark beschädigt, darunter 1 Ausbildungszentrum sowie 8 Gesundheitsstationen, teilte die CBCA in einem ersten Bericht mit.
Die Nothilfemaßnahmen der Kirche, zu denen die VEM 5.000 Euro beisteuert, konzentrieren sich auf die Versorgung von 1.500 betroffenen Haushalten mit Medizin, Essen, Kochgerät, Matratzen und anderen lebenswichtigen Utensilien, bevor der Wiederaufbau beginnt.
F.d.R.: Birgit Pfeiffer, VEM, Telefon: 0202.89004-101, info(at)vemission.org