VEM und Norddeutsche Mission mit Kooperations-Stand vertreten
Lemgo/Detmold (epd). Mehr als 4.000 Teilnehmer haben am Wochenende den zweiten ökumenischen Kirchentag in Lippe besucht. Bei der Veranstaltung in Lemgo hätte sich die Kirche "sehr vielfältig, fröhlich und nachdenklich dargestellt", sagte der lippische Landessuperintendent Martin Dutzmann dem epd am Sonntag in Detmold. Unter dem Motto "Bring Leben ins Leben" standen am Freitag und Samstag Bibelarbeiten, Diskussionsveranstaltungen sowie Live-Musik und Kabarett auf dem Programm. Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) und die Norddeutsche Mission (NM) waren mit einem Kooperations-Stand vertreten, auf dem die gemeinsame Plakatserie "Freiheit, die Gott uns schenkt" vorgestellt wurde.
Im Eröffnungsgottesdienst kritisierte der lippische Kirchentagspräsident Fred Salomon die mit der Globalisierung weiter auseinander gehende Schere zwischen Arm und reich. "Es kann nicht sein, dass Menschen von ihrer Arbeit nicht mehr leben können", sagte der Theologe am Freitagabend in seiner Predigt auf dem Lemgoer Marktplatz.
Am Samstag stellten sich in und rund um die Lipperlandhalle christliche und sozialdiakonische Gruppen mit Informationen und Aktionen rund um ihre Arbeit vor. Außerdem wurden Podiumsdiskussionen zu lebensethischen Fragen und dem öffentlichen Bild von Kirche angeboten. Zu den musikalischen Höhepunkten zählten den Angaben nach ein Auftritt der Londoner Sängerin Judy Bailey und der niederländischen Gospelband "Joy for People" sowie die Uraufführung eines Kindermusicals, an dem sich zahlreiche lippische Kinderchöre beteiligten.
Veranstalter des zweiten ökumenischen Kirchentages waren die Lippische Landeskirche, das Katholische Dekanat Bielefeld-Lippe, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Selbstständige Evangelisch-lutherische Kirche sowie Evangelisch-freikirchliche Gemeinden, die sich auch die Kosten von rund 100.000 Euro teilen. Der erste ökumenische Kirchentag in Lippe fand im Jahr 2000 in Bad Salzuflen statt.