Die Rolle der Kirche im Kolonialismus

Ein Studienprozess unter Beteiligung der VEM

Seit mehr als 300 Jahren leben deutsche Siedler in Afrika.

Seit mehr als 300 Jahren leben deutsche Siedler im südlichen Afrika. Seit dieser Zeit unterstützen Kirchen, Missionswerke und kirchliche Vereine in Deutschland die Arbeit der deutschsprachigen evangelischen Gemeinden im Gebiet des heutigen Südafrika und Namibia. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit stand neben der Verkündigung des Evangeliums und der pastoralen Versorgung der Deutschsprachigen auch die Förderung der Beziehung zu den deutschen Kirchen über viele Jahrzehnte und die Bewahrung von deutscher Sprache, Kultur und Identität.

Auslandsarbeit in der Kritik

Diese Orientierung der deutschen evangelischen Auslandsarbeit wurde immer wieder kritisiert. Seit mehr als 50 Jahren wird der Auslandsarbeit vor allem von den aus der Missionsarbeit entstandenen schwarzen Kirchen vorgeworfen, Nationalität und Rasse über die Universalität des Evangeliums zu stellen und so zur Entstehung von Systemen der Rassentrennung im südlichen Afrika beigetragen zu haben.

Aufarbeitung der Geschichte

Nach dem Ende der Apartheid haben die lutherischen Kirchen im südlichen Afrika immer wieder betont, wie wichtig es ist, diese kontroverse Geschichte aufzuarbeiten. Der Studienprozess zur Rolle der deutschen evangelischen Auslandsarbeit im kolonialen südlichen Afrika, zu dem die Evangelische Kirche in Deutschland auf Initiative der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Vereinten Evangelischen Mission Kirchen und Missionswerke im südlichen Afrika und in Deutschland eingeladen hatte, versucht, für diesen Versöhnungsprozess die notwendige historische Grundlage zu legen.

Wissenschaftliches Forschungsprojekt

Der Studienprozess hat die Form eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts und ist interdisziplinär und partizipatorisch angelegt. An der Forschungsarbeit haben Wissenschaftler aus Südafrika, Namibia und aus Deutschland mitgewirkt. 

Ansprechpartnerin

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Julia Besten
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Akademietagung zum Abschluss des Studienprozess

Hofgeismar
28.-30. September 2011

Programm