Stadt Wuppertal und VEM blicken zurück auf die gemeinsame Wiederaufbauarbeit in Südostasien
(07.01.2010) Mit einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung erinnern der Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, Peter Jung, und der Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), Fidon Mwombeki, an die Opfer des Tsunami vom Zweiten Weihnachtstag 2004. An diesem Tag hatte im Indischen Ozean ein Seebeben eine riesige Flutwelle ausgelöst. 230.000 Menschen starben, davon allein 150.000 in Indonesien. 1,7 Millionen Menschen wurden obdachlos. Eine wohl bislang einmalige Hilfsbereitschaft setzte ein – auch in Wuppertal und Umgebung.
Bei dem
Informationsabend am Montag, 18. Januar 2010,
17.30 Uhr bis 19 Uhr
im Missionshaus in Wuppertal-Barmen, Rudolfstraße 137
wollen sich Oberbürgermeister Jung und VEM-Generalsekretär Mwombeki bei den Bürgerinnen und Bürgern in und um Wuppertal, den Kirchengemeinden und den Partnerschaftsgruppen für ihre zahlreichen Aktionen bedanken. Dank einer beispiellosen Spendenbereitschaft standen den Kooperationspartnern vier Millionen Euro für die Wiederaufbauhilfe zur Verfügung.
Der Einfallsreichtum, mit dem viele Menschen Spenden sammelten, war groß: So wurde beispielweise ein Kinderbuch über die Kinder auf der indonesischen Insel Nias veröffentlicht, Kinder in Deutschland verkauften ihre Spielsachen und spendeten die Einnahmen für die betroffenen Kinder in Südostasien, Schulen haben zu Spendenmarathons aufgerufen und sogar Fußballturniere wurden zugunsten der Flutopfer ausgerichtet.
Die Stadt Wuppertal und die VEM waren im Januar 2005 eine Kooperation eingegangen mit dem Ziel einer langfristig angelegten Hilfe für die Flutopfer in Südostasien, vor allem in Indonesien und Sri Lanka, wo die VEM Mitglieder hat, zu denen schon seit mehr als 100 Jahren Kontakte bestehen.
Die Kooperationspartner möchten fünf Jahre nach dem Tsunami auf ihre erfolgreiche und konstruktive Zusammenarbeit zurückblicken, über konkrete Hilfsprojekte berichten, die damals angestoßen wurden, und über den aktuellen Stand und künftige Förderprogramme informieren. Dabei werden auch VEM-Mitarbeitende aus Indonesien und Deutschland über die aktuelle Situation erzählen.
Mit Hilfe der VEM-Mitglieder vor Ort und den Asienabteilungen der VEM konnte die VEM beispielsweise von einem Teil der Spenden Holzboote, die in der kircheneigenen Werkstatt gebaut wurden, an die Fischer übergeben. Schulen und Kindertagesstätten wurden wieder aufgebaut, und auch Tsunami-sichere Häuser konnten aus Spenden finanziert werden.