Reisetagebuch von Claudia Währisch-Oblau (1)
(28.02.08) Claudia Währisch-Oblau, Referentin für Evangelisation der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), ist seit Ende Februar in China unterwegs, um Gemeinden und Partner der VEM zu besuchen. Von 1985-1997 war sie selbst Mitarbeiterin des nichtstaatlichen Hilfswerks Amity Foundation in Nanjing und Hongkong. Hier sind Auszüge aus ihrem Reisetagebuch.
26.2.08 | Hongkong
Hongkong, 11 Jahre später. 1997 habe ich die Stadt verlassen. Seitdem war ich nur einmal kurz hier.
Was als erstes auffällt, sind die Veränderungen. Neue Straßen, neue Hochhäuser. Wo vor 10 Jahren westlich von Kowloon Land aufgeschüttet wurde, stehen jetzt gigantische neue Siedlungen mit Häusern von bis zu 60 Stockwerken. Und die Skyline des Central District wird nicht mehr von der Bank of China dominiert, sondern von anderen Hochhäusern.
Als wir Hongkong verließen, boomte die Wirtschaft noch. Arbeitslosigkeit gab es kaum. Doch die große asiatische Wirtschaftskrise von 1997/98 hat ihre Spuren hinterlassen. Der Druck in der Stadt ist noch viel größer als früher. Das merken vor allem die Kinder und Jugendlichen. Auf eine gute Schule zu gehen gilt als die Eintrittskarte für ein gutes Leben. Gute Schulen haben deshalb bis zu 10 Bewerber pro Platz. Genommen werden nur die Besten. Also müssen schon die Kleinsten im Kindergarten Leistung bringen.
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