
Offiziell ist der Bürgerkrieg in der Äquatorregion der Demokratischen Republik Kongo vorbei. Gut ist damit noch lange nicht alles. Erst allmählich kehren die verängstigten Menschen in ihre verwüsteten Dörfer zurück. Was sie vorfinden, ist oft kaum zu beschreiben, es fehlt an allem. Vor allem an eine funktionierende Gesundheitsversorgung ist in den oft abgelegenen Gebieten, in denen es keine Straßen gibt, nicht zu denken.
Viele Kinder sind fehlernährt, die Sterblichkeitsrate bei Neugeborenen ist hoch. Der Kampf gegen die Ausbreitung von Aids und anderen Infektionskrankheiten ist überlebenswichtig. Unsere Mitgliedskirchen gehen bei dieser Aufgabe mit gutem Beispiel voran. Wo immer es möglich ist, werden lokale Gesundheitszentren wieder aufgebaut. Für eine Behandlung können die Familien meist nicht mehr als umgerechnet einen Euro aufbringen. Unterstützung aus Deutschland ist nicht nur willkommen, sondern dringend erforderlich.
Im dichten Regenwald, ohne Straßen, sind die Wege weit. Wenn die Patientinnen und Patienten nicht selbst kommen können, machen sich die kirchlichen Mitarbeiter auf den beschwerlichen Weg in die abgelegenen Gebiete. Dort behandeln sie Kranke, schulen die oft ganz auf sich allein gestellten Hebammen und Krankenpfleger und ermutigen sie, nicht aufzugeben.
In diesem Zusammenhang erscheint den Menschen ein Projekt wie ein Traum, das auf Initiative des Kirchenkreises Dortmund-Süd zustande kam: ein Ambulanzboot, ausgestattet als kleines, schwimmendes Hospital. Damit lassen sich demnächst auch Dörfer erreichen, die bisher von der medizinischen Hilfe ausgeschlossen sind.
Die VEM-Gemeinschaft
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