
Wenn der Vollmond scheint , ziehen junge Männer im Hochland von Papua mit Pfeil und Bogen zur Jagd auf Beutelratten und Wildschweine in die Wälder. Sind die mondhellen Nächte vorüber, bleiben sie in ihren Hütten. Die Nacht beginnt hier um 18 Uhr, und zwar das ganze Jahr über. Rabenschwarz sind diese Nächte.
Einer unserer Mitarbeiter, viele Jahre im Auftrag der VEM in West-Papua tätig, berichtet von seinem letzten Kurzeinsatz: „In einer der mondhellen Nächte brachten sie einen jungen Mann in unser Haus. Ein angeschossenes Wildschwein hatte ihm sein Bein verletzt. Wir waren zu der Zeit die einzigen im Dorf, die Licht im Haus hatten. Beim Schein unserer Gaslaterne nähte der Krankenpfleger dem Gebissenen die Sehnen wieder zusammen."
In diesem Jahr konnten die VEM der Gesundheitsstation eine Solarlampe überreichen. Nächtliche Notoperationen und Geburten bei Kerzenschein gehören nun der Vergangenheit an. Aber nicht nur das: Durch das Programm „Licht in jede Hütte“ versorgt die VEM immer mehr Dörfer mit Licht. Abends wird im Schein der Lampen die Bibel studiert, Schüler und Studenten können auch nach Einbruch der Dunkelheit noch lernen.
Der Transport der Technik ins Hochland von Papua ist kostspielig. Umso wichtiger ist es, dass Techniker vor Ort ausgebildet werden, um die Lampen zusammenzubauen und bei Bedarf zu reparieren. Projektpartner ist unsere Mitgliedskirche in West-Papua.
2000 Lampen sollen noch zusammengebaut und geliefert werden– damit es hell wird in den Hütten von Papua. Auch die Ausbildung und den Einsatz der einheimischen Techniker müssen wir finanziell mit unterstützen. Dürfen wir mit Ihrer Hilfe rechnen? Bitte spenden Sie Licht für die Hütten im Papua-Land.