(20.08.08) Das Aktionsnetzwerk Menschenrechte Philippinen, dem die Vereinte Evangelische Mission (VEM) angehört, hat eine Eilaktion zur Menschenrechtssituation in den Philippinen gestartet.
In der Region ist ein offener Krieg ausgebrochen, nachdem der Oberste Gerichtshof in der vergangenen Woche die Unterzeichnung eines Friedensabkommens zwischen der philippinischen Regierung und der islamischen Befreiungsfront (MILF) gestoppt hat, welche sich für eine weitergehende Autonomie von muslimisch geprägten Regionen im Süden der Philippinen in Mindanao einsetzt.
Rebellen der MILF haben daraufhin zunächst zahlfreiche Dörfer besetzt. Nun versucht die Armee, die Rebellen militärisch in die Knie zu zwingen. Schätzungen zufolge sind über 70.000 Menschen auf der Flucht vor Rebellen und regulärer Armee.
Dem geplanten Friedensabkommen waren mehr als 10 Jahre Verhandlungen vorausgegangen.
Angesichts dieser Situation hat das Aktionsnetzwerk Menschenrechte Philippinen an die beteiligten Konfliktparteien appelliert, auf Gewalt zu verzichten und eine politische Lösung der Krise herbeizuführen.
Auch die Vereinigte Kirche Christi in den Philippinen - eine VEM-Mitgliedskirche - hat in einer Botschaft ihre Mitglieder dazu aufgerufen, nicht mit Gewalt, sondern in Liebe den muslimischen Brüdern und Schwestern zu begegnen.
Das Aktionsnetzwerk bittet Kirchen und Philippinenfreunde, sich an der Eilaktion zu beteiligen und Briefe an die philippinische Präsidentin, die MILF und den Obersten Gerichtshof sowie die Friedensberater der Präsidentin zu schreiben.
Vorlage:
Briefvorlage (in Word)
Briefe des Netzwerks:
Brief an die Präsidentin
Brief an MILF
Brief an OPAPP (Office of the Presidential Advisor on the Peace Process)
Brief an den Obersten Gerichtshof