Papua-Chor Wakhu Bhim zu Gast bei der Vereinten Evangelischen Mission
(05.08.2008) Im Rahmen ihrer Nordrhein-Westfalen-Tour war der 37köpfige Chor Wakhu Bhim und seine 14 Musiker, Dirigenten und Organisatoren vier Tage lang Gast der Vereinten Evangelischen Mission und des West Papua Netzwerkes.
Am 3. August, trat der Laienchor in der Christuskirche in Schwelm auf. Der Pfarrer und ehemalige Papua-Missionar Klaus Reuter leitete den Gottesdienst, in dem die gläubigen Papua sechs geistliche Lieder vor einer außergewöhnlich zahlreich versammelten Gemeinde zum Besten gaben. Nach dem Gottesdienst wurden im Gemeindehaus Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen gereicht. Später sind die Sänger und Sängerinnen in traditioneller Tracht und am ganzen Körper bemalt wieder aufgetreten: Unter herrlichen, papuanischen Gesängen, in denen auch die Stimmen der Vögel und Tiere nachgeahmt werden, wurden dramatische Tänze aufgeführt.
Am Nachmittag ging es zum Pfarrgartenfest in die Erlösergemeinde in Gevelsberg. Wegen des Regens mussten die Tänze allerdings in der Halle aufgeführt werden. Etwa 200 Gäste aus der Gemeinde, von Nah und Fern, gerieten unter der kreativen, lebhaften Aufführung in Begeisterung. Gemeindepfarrer Thomas Werner bedankte sich bei den Papua für ein einmaliges Erlebnis.
Am Montag gab der Chor Wakhu Bhim aus Jayapura auch »ein kleines Gastspiel« im Missionshaus der Vereinten Evangelischen Mission in Wuppertal und begeisterte die Mitarbeitenden während der allmorgendlichen Andacht.
Danach ging es nach Köln in den Dom. Eigentlich war dies als touristisches Programm geplant, aber weil die Mittagsmesse gerade zu Ende war und der Priester auf die Anfrage von Asienreferent Uwe Hummel freundlichst einging, durfte Wakhu Bhim im Chorgestühl vor dem neuen Fenster spontan auftreten. Es erklangen, dem sakral wirkenden Ort entsprechend, ein Ave Maria, ein Te Deum und ein Halleluja. Ihr kraftvoller Gesang lockte viele Menschen in den Dom. Am Abend ging es weiter nach Bonn. Dort sang der Chor sich – wie bereits öfter während der Tour – in der Fußgängerzone in kurzer Zeit das Abendbrot zusammen.
Wakhu Bhim (übersetzt in die Sentani-Sprache heißt das »der Klang der Tifa-Trommel«) wurde Ende 2007 gegründet. 37 Männer und Frauen aus Papua, Indonesien, gehören dem Chor an, der im Juli im österreichischen Graz bei der »Olympiade der Chöre« auftrat und sowohl eine Silber- als auch eine Goldmedaille gewann.
Nach der Olympiade ging es weiter nach Kopenhagen, wo Wakhu Bhim für seinen himmlischen Gesang und temperamentvollen Tanz in der königlichen Oper volle sieben Minuten stehenden Applaus genießen durfte.
Am 5. August reist der Chor weiter in die Niederlande und am 8. August kehrt die Stimme der Tifa nach Papua in Indonesien zurück.