(23.09.2008) »Ende der Solidarität? Wie Aids die Gesellschaften in Afrika verändert«, so heißt das Thema einer Diskussionsveranstaltung des Paritätischen Nordrhein-Westfalen, an der Angelika Veddeler, Aidsexpertin der Vereinten Evangelischen Mission, teilnimmt.
HIV und Aids krempelt viele afrikanische Gesellschaften vollkommen um. Die wirtschaftliche und soziale Entwicklung ist angesichts sterbender
Lehrer, Krankenschwestern und Facharbeiter akut gefährdet. Die
Lebenserwartung geht drastisch zurück. Soziale Netzwerke funktionieren
nicht mehr. Die Familien können die Herausforderungen nicht mehr
bewältigen, weil die mittlere Generation stirbt. Ist damit auch das Ende
der traditionellen Solidarität in Gemeinschaften und Großfamilien
eingeläutet?
Zusammen mit dem Geschäftsführer des entwicklungspolitischen Hilfswerks HelpAge Deutschland, Michael Bünte, wird Angelika Veddeler über die Folgen dieser Entwicklungen diskutieren.
Die Diskussion findet statt im Rahmen der Ausstellung »Stille Heldinnen – Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV und Aids« am
Donnerstag, 25. September 2008, 19 Uhr, in der Landesgeschäftsstelle des Paritätischen Nordrhein-Westfalen, Loher Straße 7(Schwebebahn-Station Loher Brücke).