Gedenken an früheren Dirketor und »Haushistoriker« der VEM
(11.12.2008) Heute, am 11. Dezember 2008 wäre Gustav Menzel 100 Jahre alt geworden. In zwei dicken Bänden hat der »Haushistoriker« der VEM die Geschichte der Rheinischen Mission (1978) und die Geschichte der Bethel-Mission (1986) beschrieben.
Als junger Theologe wurde Menzel als Lehrer an das Seminar der Rheinischen Mission berufen und reiste 1937 zusammen mit seiner Frau nach Indonesien aus. Eine lange Missionarszeit war ihm nicht beschieden. 1940 wurde er – wie alle Deutschen im damaligen Holländisch-Indien – interniert.
Nach der Rückkehr nach Deutschland wurde er wieder Lehrer am Seminar, teilweise auch dessen Leiter. Gleichzeitig übernahm er das Afrika-Referat der Mission.
1960 wechselte er in das Pfarramt nach Unterbarmen – von dort wurde er dann 1967 als Direktor der Rheinischen Mission zurückgerufen.
Unter Gustav Menzels Leitung kam es zur Vereinigung mit der Bethel-Mission; er war dann der erste Direktor der Vereinigten Evangelischen Mission. Eine Veränderung im Missionsverständnis zeichnete sich ab – die Berufung des Nachfolgers von außen machte das 1974 deutlich.
Nachdem er 1975 in den Ruhestand ging, widmete er sich besonders der Geschichte der Mission, deshalb behielt er ein Büro im Missionshaus. 1988 wurde Gustav Menzel die Ehrendoktorwürde der Kirchlichen Hochschule Wuppertal verliehen.
Für viele Menschen war »Papa Menzel« ein einfühlsamer Zuhörer und Seelsorger. Am 5. September 1999 verstarb er, über 30 Jahre nach dem Tode seiner zweiten Frau, mit der er eine gemeinsame Tochter hatte.