(11.01.2007/epd) Der Zugang zum Pfarrdienst in der Evangelischen Kirche im Rheinland wird völlig neu geregelt und die Zahl der Pfarrstellen drastisch reduziert. Die Landessynode beschloss am Mittwochabend in Bad Neuenahr die Einführung eines zentralen Bewerbungsverfahrens.
Außerdem wird die Zahl der zurzeit knapp 2.000 Pfarrstellen jährlich neu festgelegt, bis 2030 soll sie nahezu halbiert werden. Eine jährliche Planungskonferenz ermöglicht künftig, das System des Pfarrdienstes in der zweitgrößten deutschen Landeskirche zentral zu steuern.
Bisher bestimmen die 44 Kirchenkreise und 797 Gemeinden durch die Wahl in eine Pfarrstelle, wer in den lebenslangen Pfarrdienst übernommen wird. Ab 2008 erhält die Kirchenleitung für fünf Jahre das Recht, jede zweite frei werdende Pfarrstelle zu besetzen. Sie will auf diese Weise den Wartestand abbauen, in dem sich knapp 120 Theologen befinden und der die Landeskirche jährlich 9,5 Millionen Euro kostet.