Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland tagt in Bad Neuenahr
(09.01.2007) Im Eröffnungsgottesdienst der 57. ordentlichen Tagung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) wurde die Kollekte für die Menschenrechtsaktion "Es ströme aber das Recht wie Wasser" (Amos 5,24) der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) zur Unterstützung der philippinischen Menschenrechtsorganisation "Contak Philippines" gesammelt. Dabei kamen 2.338,21 Euro zusammen. Die Vereinte Evangelische Mission unterstützt ihre Mitgliedskirchen in ihrer Solidarität mit den Opfern und im Eintreten für die Menschenrechte - derzeit besonders in Sri Lanka und in den Philippinen.
Die Synode der EKiR tag seit Sonntag im rheinland-pfälzischen Kurort Bad Neuenahr. Diesjähriges Schwerpunktthema ist "Familie". Die 237 Vertreterinnen und Vertreter aus den 44 Kirchenkreisen, die die rheinische Kirche leiten, werden unter anderem ein entsprechendes Positionspapier beraten.
In seiner Predigt über die biblische Geschichte der Sturmstillung durch Jesus bekräftigte Oberkirchenrat Harald Bewersdorff, dass sich die Kirche auch in schwierigen Zeiten voll und ganz auf Gott verlassen kann und soll. Mit Blick auf die demografische Entwicklung, die zu Mitgliederrückgang und Ausfällen bei der Kirchensteuer führt, erklärte das dienstälteste Mitglied der Kirchenleitung: "Im Schwanken müssen wir Entscheidungen fällen, deren Tragweite wir beileibe nicht alle ermessen können." Von Entscheidungsträgern werde Festigkeit erwartet, nicht Schwanken. Deshalb wünsche er sich eine Kirche, "die die Sorge um sich selbst bei Jesus aufgehoben weiß und die sich darum um andere sorgen kann".
Fragen der Zukunftssicherung
Neben dem Hauptthema "Familie" beschäftigt sich die Synode mit Fragen der Zukunftssicherung des Pfarrdienstes und mit möglichen Veränderungen in der presbyterial-synodalen Ordnung der rheinischen Kirche. Präses Nikolaus Schneider stellt seinen Präsesbericht für das abgelaufene Jahr zur Diskussion.
Der landeskirchliche Haushaltsplan 2007, der den Synodalen zu Beratung und Beschluss vorgelegt wird, hat ein Volumen von rund 79,9 Millionen Euro. Überdies wird für Oberkirchenrat Harald Bewersdorff, der im März 2007 in den Ruhestand tritt, eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger in der Leitung der Abteilung IV (Erziehung und Bildung) im Landeskirchenamt gewählt. Auch über die Nachfolge von Manfred Rekowski, der unter Hinweis auf seine Verpflichtungen als Wuppertaler Superintendent als nebenamtliches Mitglied der Kirchenleitung ausscheidet, wird entschieden.
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