Die VEM auf der Landessynode 2007 der Evangelischen Kirche im Rheinland
(Bad Neuenahr / Wuppertal, 11. Januar 2007/vem) Mit Bischof Eliezar M. Pascua von der Vereinigten Kirche Christi auf den Philippinen (UCCP) und Pfarrer Mauka Mathe Bulalo, dem leitenden Geistlichen der Baptistischen Kirche in Zentralafrika (CBCA) nehmen zwei Leiter von Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) als Gäste an der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) teil. Generalsekretär Dr. Fidon R. Mwombeki nimmt als stimmberechtigtes Mitglied an der gesamten Synodaltagung teil.
In einer Pressekonferenz am Mittwoch, 10. Januar, berichtete Bischof Pascua von den Menschenrechtsverletzungen in den Philippinen. Seit dem Amtsantritt von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo im Jahre 2001 seien 818 Menschen gewaltsam ums Leben gekommen. Die Vereinigte Kirche Christi in den Philippinen prangert die Morde an und stellt sich unzweideutig auf die Seite der Opfer, darunter auch 23 Kirchenmitglieder: »Aus unserer Sicht wurden unserer Kirchenmitglieder ermordet wegen ihres politischen Engagements.« Und weiter: »Wir sind dazu aufgerufen, am Aufbau einer Sinn stiftenden Gesellschaft teilzuhaben, das nehmen unsere Pfarrer sehr ernst, deshalb geraten sie in Gefahr.«
Verhalten hoffnungsvoll äußert sich Pfarrer Mauka Mathe Bulalo, der leitende Geistliche der Baptistischen Kirche in Zentralafrika (CBCA) zur Situation in der Demokratischen Republik Kongo. Die erste demokratische Wahl seit 46 Jahren eröffne nun die Möglichkeit, nach jahrzehntelanger Diktatur und Krieg mit dem Wiederaufbau zu beginnen. »Aber wir brauchen noch Unterstützung von außen. Materielle, finanzielle und menschliche Bedürfnisse« seien noch zu befriedigen, so Mauka weiter. Zur Position seiner Kirche sagte er: »Der Krieg herrschte und die Kirche war mitten bei den Menschen. In dieser Notsituation kam es darauf an, weiterhin wirksam Hilfe für die Bevölkerung zu leisten.« In diesem Zusammenhang bat Mauka um weitere Hilfe aus Deutschland.
Dass die Gäste der Ökumene den Synodalen durchaus ans Herz gewachsen sind, zeigte auch die beachtliche Kollekte im Eröffnungsgottesdienst in Höhe von gut zweitausend Euro, die der Menschenrechtsaktion »Es ströme aber das Recht wie Wasser« (Amos 5,24) der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) zu Gute kommen zur Unterstützung der philippinischen Menschenrechtsorganisation »Contak Philippines«.
Die 57. Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland tagt vom 7. bis 12. Januar in Bad Neuenahr. Die Landessynode ist das Leitungsgremium der EKiR. Sie tagt regulär ein Mal im Jahr ungefähr eine Woche in Bad Neuenahr. Sie setzt sich zusammen aus Abgeordneten der 44 Kirchenkreise der EKiR, den 44 Superintendentinnen und Superintendenten, drei Theologie-Professoren, den Mitgliedern der Kirchenleitung – die übers Jahr die Geschicke der EKiR verantwortet – sowie einigen berufenen Mitgliedern. Insgesamt hat die Landessynode damit 237 Mitglieder. Diese entscheiden vor allem über Kirchengesetze und den landeskirchlichen Haushalt. Auch die Wahl der Kirchenleitung obliegt der Landessynode.
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