Buß: Schöpfungsberichte sind Glaubensaussagen
(Bielefeld-Bethel, 13.11.07) Die biblischen Aussagen über die Entstehung der Welt sind keine naturwissenschaftlichen Berichte - wer sie wörtlich nimmt, stehe der Wahrheit des Glaubens an Gott im Weg. Dies sagte der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Alfred Buß, am Dienstag zum Auftakt der 15. Westfälischen Landessynode, die vom 13. bis 16.11. in Bielefeld stattfindet.
Damit warnte Buß vor dem so genannten Kreationismus.
Diese christlich-fundamentalistische Bewegung hat den alten Streit über das Verhältnis von biblischem Schöpfungsglauben und Naturwissenschaften wieder aufleben lassen.
In seinem Jahresbericht vor der Landessynode wies der Präses darauf hin, dass die Schöpfungstexte der Bibel Glaubensaussagen darüber seien, "dass nichts, was ist, ohne Gott geworden wäre und dass ohne ihn nichts bleibt." Die Art und Weise, wie die Erde entstanden ist, sei nicht das Thema der biblischen Texte.
Buß wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass in der Bibel unterschiedliche Berichte über die Entstehung der Welt aus verschiedenen Epochen zu finden sind.
Umgekehrt könne der Glaube an Gott als Schöpfer nicht durch naturwissenschaftliche Theorien widerlegt werden. Alfred Buß: "Wir Menschen sind eingebettet in ein komplexes, selbst mit den Methoden der modernen Wissenschaft erst ansatzweise durchschaubares Zusammenspiel des Lebens. Dabei ist die Natur mehr als Um-Welt. Sie ist lebendige Mit-Welt."
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