(3.01.08) Die srilankische Regierung hat den 2002 durch norwegische Vermittlung zustande gekommenen Waffenstillstand zwischen Regierung und Tamilischen Rebellen (LTTE) für nichtig erklärt.
Am Mittwoch erklärte Colombo, dass die eskalierende Gewalt den Waffenstillstand überflüssig gemacht habe und man nun offiziell von der Vereinbarung zurücktrete, berichtet die britische BBC.
Der norwegische Minister für Umwelt und Internationale Entwicklung, Erik Solheim, zeigte sich besorgt über diesen Schritt. Das lang verhandelte Abkommen war seinerzeit unter seiner Vermittlung zustande gekommen. Solheim befürchtet nun eine weitere Eskalation der Gewalt auf beiden Seiten, heißt es auf der Website des norwegischen Außenministeriums.
Der Waffenstillstand gilt schon lange als nur noch auf dem Papier gültig; bei Anschlägen und blutigen Auseinandersetzungen sind seit 2006 schätzungsweise 5.000 Menschen ums Leben gekommen.
Laut des Abkommens, das auch die Bedingungen zur Beendigung des Waffenstillstands beinhaltet, kann jede der beiden Seiten von der Übereinkunft zurückteten. Dazu muss sie den norwegischen Außenminister schriftlich in Kenntnis setzen und eine Frist von zwei Wochen einhalten.
Die Polizei verstärkt nun ihre Einheiten vielerorts, besonders in der Hauptstadt Columbo, erklärte ein Polizeisprecher nach Angaben von Associated Press.