35. Internationale Studentinnentagung zum interreligiösen Dialog in Wuppertal
(11.03.2008) Vom 10. bis 16. März kommen etwa 70 Christen, Juden und Muslime aus Europa in der Ökumenischen Werkstatt Wuppertal zur »35. Internationalen Studentinnen- und Studenten-Tagung zum Dialog von Juden, Christen und Muslimen« zusammen, kurz JCM.
Die Konferenz richtet sich in erster Linie an Studierende, Lehrende und Fachkräfte aus theologischen, sozialen, pädagogischen, therapeutischen und beratenden Berufen. Aber auch für Mitarbeitende in kirchlichen und religiösen Einrichtungen und Gemeinschaften ist die Tagung offen, sowie für Interessierte am interreligiösen Dialog.
Veranstaltet wird die seit 1972 jährlich stattfindende Konferenz von einer Reihe namhafter theologischer Fakultäten und Vereine in Deutschland und Großbritannien sowie von der Ökumenischen Werkstatt Wuppertal der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) – seit einigen Jahren zugleich Gastgeberin der Tagung.
Die Herausforderungen des interreligiösen Lernens sind der Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz. Dabei soll nicht nur über dieses Lernen referiert, sondern vor allem das interreligiöse Lernen im Dialog praktiziert werden.
»Wir gehen dabei davon aus, dass dieser Dialog am besten durch persönliche Begegnung erreicht wird, die zwischen einzelnen Menschen in einer geschützten und respektvollen Atmosphäre stattfindet«, heißt es im Tagungsprogramm.
Die Vereinte Evangelische Mission sei prädestiniert, eine solche Tagung in ihrem Tagungszentrum zu beherbergen, sagt Matthias Börner, Theologe und Studienleiter der Ökumenischen Werkstatt: »Die VEM ist eine ökumenische und interkulturelle Lerngemeinschaft und hat daher vieles mit der JCM-Tagung gemeinsam. Viele unserer VEM-Mitgliedskirchen in Afrika und Asien haben lange Erfahrungen im interreligiösen Dialog – und zwar auf Alltagsebene, nicht nur in akademischen Einrichtungen. Diese Erfahrungen können wir bei der Tagung einbringen.«
Offizielle Stellungnahmen und Verlautbarungen zum interreligiösen Dialog werden bewusst vermieden – es gehe vielmehr um die praktische Erfahrung im persönlichen Umgang zwischen Juden, Muslimen und Christen, der auf gegenseitigem Respekt beruht und den anderen als ebenbürtiges Gegenüber wahrnimmt – mit allen Unterschieden.
Denn das Ziel könne nicht sein, Unterschiede zwischen den Religionen zugunsten einer »Kuschelrhethorik« zu nivellieren, um einen kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, so Börner. Im respektvollen Umgang mit anderen Religionen werde einem die eigene Identität und die gemeinsame gesellschaftliche Verantwortung vielmehr bewusster.
Die Veranstalter sind: das Bendorfer Forum e.V, das Centre for the Study of Islam and Christian–Muslim Relations der Universität Birmingham, die Deutsche Muslim-Liga Bonn e.V., das Leo Baeck College in London, die Kirchliche Hochschule Wuppertal sowie die Ökumenische Werkstatt Wuppertal der Vereinten Evangelischen Mission.
F.d.R.: Birgit Pfeiffer, Telefon 0202.89004-101, info@vemission.org