Themen und Interviewpartner

Als Interviewpartner kann die VEM folgende Persönlichkeiten zu folgenden Themen vermitteln:
 

Afrika:

Bischof Dr. Zephania Kameeta: zur Einführung eines Grundeinkommens in Namibia

Bischof Zephania Kameeta ist der scheidende Moderator der VEM und Bischof der Evangelischen Lutherischen Kirche in der Republik Namibia, ein bekannter Anti-Apartheids-Aktivist.

Die ELCRN hat Anfang Januar 2008 gemeinsam mit NGOs ein Pilotprojekt zur Einführung eines Grundeinkommens für alle Namibier gestartet. Dieses einzigartige Projekt wird mit großer Aufmerksamkeit im In- und Ausland mitverfolgt. Dazu gibt es einen Artikel, der in der Zeitschrift VEM-Infoservice gelaufen ist und für Zweitabdrucke angefragt wurde. Das Thema könnte auch für nichtkirchliche Medien interessant sein. (Thema: Armutsbekämpfung)

Rev. Dr. Anneth Munga: Erstes Behindertengerechtes College (SEKUCO) in Tansania eröffnet

In Magamba, Tansania, ist im Oktober 2007 das Sebastian-Kolowa-University-College eingeweiht worden. Es ist die erste behindertengerechte Fakultät für Sonderpädagogik in ganz Tansania. Die so genannte »SEKUCO« gehört zur Tumaini-Universität der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT) und ist für Studierende mit Behinderungen offen. Das College bietet einen staatlich anerkannten dreijährigen Bachelor-Studiengang in Sonderpädagogik an. Später sollen weitere Studiengänge, wie zum Beispiel Jura, Betriebswirtschaft oder Öko-Tourismus hinzukommen. Sonderpädagogik und Diakonie sind Querschnittsthemen, die akademisch verankert werden sollen, um die Integration von Menschen mit Behinderungen in Tansania nachhaltig zu fördern. Die Einrichtungen auf dem Campus sind behindertengerecht gebaut. SEKUCO ist zwar eine kirchliche Einrichtung, versteht sich aber als Bildungseinrichtung für Männer und Frauen jeglichen Glaubens, nicht nur des christlichen. (Thema: Diakonie)

Rev. Dr. Kakule Molo: Wie geht es weiter im Kongo?

Dr. Kakule Molo ist Präsident der Baptistischen Kirche im Zentralen Afrika (CBCA), einer VEM-Mitgliedskirche, und ist Parlamentsabgeordneter in der DR Kongo. Dr. Molo spricht sehr gut deutsch, denn er war von 1995 bis 2003 Afrika-Referent der VEM in Wuppertal. Die Kirche hat ein Projekt für Frauen und Mädchen angefangen, die Opfer von Vergewaltigungen geworden sind.(Themenbereiche: Gerechtigkeit und Frieden, Menschenrechte, Diakonie)

Tansania: Bischof Alex Gehaz Malasusa

Der tansanische Theologe Alex Gehaz Malasusa war zunächst Jugendbeauftragter der VEM für die Region Asien, bevor er 2004 zum Bischof der Ost- und Küstendiözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELCT-ECD) gewählt wurde. Nur drei Jahre später wurde zum Oberhaupt der gesamten ELCT gewählt, die insgesamt 3,5 Millionen Mitglieder hat. Mit 47 Jahren ist Malasusa der jüngste Vorsitzende Bischof in der Geschichte der ELCT. Er studierte Theologie an der Theologischen Hochschule in Makumira und ist seit 1992 Pfarrer. Er hat früher unter anderem für den Guardian in Tansania geschrieben. Alex Malasusa ist verheiratet und hat drei Kinder. (Thema: Evangelisation, Jugendarbeit)

 
Asien:

Rev. Ebenezer Jospeh: Konflikt in Sri Lanka – Sehen die Kirchen eine friedliche Lösung?

Ebenezer Joseph ist Präsident der Methodistischen Kirche von Sri Lanka. Er ist selbst Tamile und gehört damit zur ethnischen Minderheit Sri Lankas. Die Kirche selbst hat mit den »Befreiungstigern von Tamil Eelam«, LTTE, nichts zu tun, wird aber von beiden Seiten des Konflikts geschätzt, da die Kirche sowohl Singhalesische als auch Tamilische Mitglieder hat. Die MC-SL hat sich immer wieder für Frieden ausgesprochen und hat auch Leute in Sachen friedliche Konfliktbearbeitung in Großbritannien fortbilden lassen. Es gibt Pfarrer, die unter Einsatz ihres Lebens Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet im Norden und im Osten des Landes evakuiert haben. (Thema: Gerechtigkeit und Frieden)

Rev. Petrus Sugito: Interreligiöser Dialog in Indonesien

In vielen VEM-Mitgliedskirchen Asiens, vor allem Indonesiens ist der interreligiöse Dialog nicht nur eine Frage des täglichen Miteinanders, sondern eine Existenzfrage, da Christen eine Minderheit darstellen, die nicht von allen Seiten toleriert wird. Es gibt sehr positive Beispiele eines friedlichen Miteinanders, aber auch Problemzonen, in denen Christen um ihr Leben fürchten müssen. Am 7. Februar etwa wurde eine kleine Kirche auf Sumatra von vermummten Männern niedergebrannt, die Christen bedroht. Dennoch lassen sie sich nicht entmutigen und feiern zuhause ihre Gottesdienste. (Thema: Interreligiöser Dialog)

Rev. Jemimah Krey aus West-Papua

Jemimah Krey ist die Vize-Vorsitzende der Synode der VEM-Mitgliedskirche in Papua, der Evangelischen Kirche in West-Papua (GKI). Da der Präses der Kirche schwer an Krebs erkrankt ist, leitet sie nun die Kirche. Sie ist Theologin und gestandene Gemeindepfarrerin, die in ihrer früheren Gemeinde in einem wohlhabenden Stadtteil von Jayapura viel auf die Beine gestellt hat. Sie ist eine begabte Predigerin und spezialisiert auf Pädagogik. Als Vize-Präses ist sie verantwortlich für alle Ausbildungsstätten der GKI. Sie könnte berichten über die geplante »School of Excellence«, die eine Elite-Schule für indigene Papuas werden soll, damit auch Papuas eine Chance haben, sich in der Gesellschaft zu emanzipieren und ihre Interessen zu vertreten. (Thema Menschenrechte und Gemeindearbeit)

Rev. Elizier Pascua: Der Preis der Menschenrechtsarbeit

Immer wieder werden Menschen- und Bürgerrechtler (darunter auch Kirchenmitarbeiter der Vereinten Kirche Christi in den Philippinen) Zielscheibe von Attentaten oder Entführungen, die nicht oder kaum aufgeklärt werden. Erst am 23. Januar wurde Pastor Filomino Catambis der North Eastern Leyte Conference  (UCCP-NELCON) von maskierten Unbekannten in Balensasayaw, Ambuyog (Leyte) erschossen. Er bekam neun Kugeln in den Rücken. 2005 wurde Pastor Edison Lapuz im gleichen Kirchenbezirk ermordet. Bei den Opfern handelt es sich um Kirchenmitarbeiter, die sich für die Rechte von Bauern und Armen einsetzen und deswegen unter Verdacht geraten, Anhänger der »New Peoples’ Army« zu sein oder Sympathisanten der Kommunistischen Partei. Die VEM engagiert sich für die Aufklärung der Morde und macht politische Lobbyarbeit im Rahmen des von der VEM mitbegründeten Aktionsbündnis Menschenrechte-Philippinen. (Thema: Menschenrechte)

Qiu Zhonghui: Projekte in China

Die Amity-Foundation ist eine Art »Jungpionier« unter den chinesischen Nichtregierungsorganisationen in China. Besonders ihre Aids- und Bildungsarbeit ist exemplarisch, aber auch ihr Rechtsbeistand und Einsatz für benachteiligte Migrantinnen, die massenhaft in die Großstädte kommen, um sich als Haushaltshilfen zu verdingen oder die in Fabriken unter entsetzlichen Bedingungen arbeiten. Ferner ist Amity ein Profi in Sachen Katastrophenhilfe. Letztes Beispiel dafür ist das schwere Erdbeben am 12. Mai in China (einen Artikel zur Nothilfe der Amity Foundation nach dem Erdbeben ist soeben im VEM-Infoservice erschienen). Herr Qiu Zhonghui ist der Generalsekretär der Amity Foundation. (Thema: Diakonie)

Auf Wunsch vermitteln wir auch gern Interviewpartner aus den deutschen Mitgliedskirchen.