Anti-Aids-Arbeit der VEM

Foto: Heiner Heine, VEM

Betroffenen Menschen helfen – Diskriminierung überwinden

In den vergangenen Jahren ist Aids zu einer der größten Herausforderungen geworden, vor der die Kirchen je standen. Die Auswirkungen der Pandemie sind besonders in Afrika und Asien spürbar, wo die Infektionsraten eklatant hoch sind und kaum eine Woche vergeht, ohne dass Gemeindeglieder der Kirchen an Aids sterben.

Die Kirchen sehen es als Teil ihrer Berufung an, sich Not leidenden Menschen zuzuwenden,  Strukturen der Abhängigkeit aufzubrechen und Menschen zu befähigen, ihr Leben in Würde und Gemeinschaft zu leben. Die VEM will viel mehr als nur „den armen Opfern helfen“. Sie will von Aids betroffenen Menschen vielmehr aus der passiven Opferrolle heraus helfen und die weit verbreitete Kluft von „uns“ und „denen“ überbrücken. Betroffene sollen nicht moralisch verurteilt und stigmatisiert werden, sondern ihren Platz in der Gemeinschaft haben wie jede und jeder andere auch.

Schwerpunkt der VEM-Arbeit

Die Vereinte Evangelische Mission hat Aids zu einem ihrer Arbeitsschwerpunkte gemacht. Im Oktober 2000 erklärte die Vollversammlung das Thema HIV und Aids zu einem Schwerpunkt für die Arbeit der VEM in den folgenden Jahren. Und schon jetzt hat sich die jahrelange Arbeit der Kirchen gelohnt: In mehreren Ländern Afrikas gehen die Infektionszahlen leicht zurück oder stagnieren.

 

Das Anti-Aids-Programm der VEM konzentriert sich vor allem auf sechs Schwerpunkte: Schulung und Ausbildung von Mitarbeitenden, ökumenisches Lernen, theologische Arbeit, Bekämpfung der Armut, öffentliches Eintreten für die Rechte der Betroffenen und Fundraising. Diese Arbeitsbereiche werden im Detail in der VEM Anti-Aids-Policy beschrieben, die die Grundlage der Arbeit bildet (erhältlich bei der VEM).

 

Seit zwei Jahren gibt es das VEM Anti-Aids-Team: Yvonne Kavuo und Emery Mpwate arbeiten als VEM-Berater in Afrika, und Dr. Alphinus Kambodji in Asien, um die Kirchen vor Ort beim Aufbau ihrer Anti-Aids-Programme zu unterstützen.

Ihre Mitgliedskirchen haben teils modellhafte Anti-Aids-Programme (siehe Projektliste). In den nächsten zwei Jahren wird besondere Betonung liegen auf:

  • Schulung und Ausbildung für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kirchen in Asien in den Bereichen Management von Aids-Projekten und Kommunikation, insbesondere auch mit Jugendlichen.
  • Besuchsprogramme von Kirchen untereinander, um von guten Programmen für die eigene Kirche zu lernen.
  • Bereitstellung von antiretroviralen Medikamenten
  • Workshops und Weiterbildung zu Fragen praktischer Theologie (z.B. Predigt- und Liturgieworkshops) und theologische Reflexion
  • Aktives Einbeziehen von Menschen, die mit HIV und Aids leben, in die kirchlichen Programme
  • Stärkung der kirchlichen Jugendarbeit gegen HIV und Aids.
  • Programme zur Bekämpfung der Armut

 

Im Wettlauf gegen die Ausbreitung von HIV und Aids müssen die Kirchen zusammenarbeiten und können voneinander lernen. Die VEM unterstützt den Erfahrungsaustausch zwischen ihren Mitgliedskirchen in Deutschland, Afrika und Asien.

Unterstützen Sie unser Progamm

Indem Sie das Anti-Aids-Programm der VEM unterstützen, helfen Sie, die weitere Verbreitung von HIV und Aids zu verhindern und das Leiden vieler bereits erkrankter oder infizierter Menschen zu lindern.  

Ansprechpartner

Referentin für Afrika II

Kooperationspartner der VEM

Die VEM engagiert sich gemeinsam mit anderen nationalen und internationalen Organisationen, Kampagnen und Initiativen gegen Aids:

Aktionsbündnis gegen Aids

Globales Ökumenisches Aktionsbündnis

Netzwerk kirchliche Aids-Seelsorge

 

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