Nothilfe

Ein Junge wird medizinisch versorgt.

Erdbeben, Tsunamis, Dürre, Bürgerkriege: Immer wieder sind Mitgliedskirchen der VEM von Naturkatastrophen oder anderen Unglücken betroffen. Im Moment der Not zählt vor allen Dinge schnelle und effektive Hilfe. Hier springt die VEM ein, stellt Geld und Fachpersonal.

Die VEM begleitet aber auch mittel- und langfristige Projekte, etwa beim Wiederaufbau, bei der Traumabewältigung, durch Einkommen schaffenden Maßnahmen oder beim Gemeindeaufbau.

Beispiel Tsunami und Erdbeben

Von vielen Gebäuden blieben nach dem Tsunami nur noch Trümmer übrigt. Hier eine zerstörte Kirche in Tuhemberua, Indonesien.

Unter den vielen Naturkatastrophen, die sich in Südostasien in jedem Jahr ereignen, war der Tsunami zweifelsohne die verheerendste. Insgesamt starben ca. 227.000 Menschen in den Fluten, von denen viele Mitglieder in einer der VEM-Mitgliedskirchen in Indonesien und Sri Lanka waren. Tausende wurden obdachlos, erlitten Schaden an Leib und Seele und verloren ihren gesamtem Besitz.

Um die Folgen des Tsunami und des vier Monate später folgenden großen Erdbebens auf der Insel Nias zu bewältigen, haben die VEM-Mitgliedskirchen übermenschliches geleistet. Eine Vielzahl von Nothilfeprogrammen hat die erste Not nach der Katastrophe gelindert. Hilfe erhielten alle Betroffenen, unabhängig von Religionszugehörigkeit, Rasse oder Geschlecht. Auf diese Weise konnten vielerorts Schranken zwischen Menschen überwunden werden, die in ihrer Not alte Feindschaften beiseite legten und wieder Schritte aufeinander zu wagten. Der eindrucksvollste Beweis für den Beginn eines lang ersehnten Friedensprozesses ist die Beendigung des dreißig Jahre dauernden Bürgerkriegs in Aceh/Indonesien.

Doch nicht überall brachte die gemeinsam erlebte Katastrophe gegnerische Parteien wieder an den Verhandlungstisch. In Sri Lanka ist der seit zwei Jahrzehnten währende Konflikt zwischen Tamilen und Singhalesen wieder aufgeflammt und fügt der Naturkatastrophe noch eine vom Menschen gemachte Katastrophe hinzu. Gerade die vom Tsunami am stärksten betroffene Ostküste Sri Lankas ist heute Zentrum neuerlicher Gewaltausschreitungen im Bürgerkrieg.

Die VEM-Mitgliedskirchen in Sri Lanka und Indonesien haben nunmehr mittel- und langfristige Programme begonnen, die den Wiederaufbau in den von Tsunami und Erdbeben betroffenen Gebieten vorantreiben. Insgesamt 62 Projekte unterstützt die VEM mit Hilfe der bisher eingegangenen Spenden in Höhe von 3,5 Millionen Euro. Über den Fortgang der einzelnen Projekte berichtet die VEM regelmäßig in ihren Publikationen und der einmal jährlich erscheinenden »Tsunami-Spendeninfo«.

Für Rückfragen steht die VEM Tsunami-Beauftragte Kristin Jäger unter 0202-89 004 198 und jaeger-k@vemission.org  zur Verfügung.

Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Simon im Distrikt Gido auf Nias können sich freuen. Das Projekt für den Wiederaufbau wurde von der VEM gefördert. Foto: Jusup Sukatendel/VEM
Die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Simon im Distrikt Gido auf Nias können sich freuen. Das Projekt für den Wiederaufbau wurde von der VEM gefördert. Foto: Jusup Sukatendel/VEM

VEM-Spendeninfo Januar 2008

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