Im Krankenhaus von Ndolage werden die Ärmsten behandelt
Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Region Kagera/Tansania liegt bei nicht einmal 51 Jahren. Besonders in den abgelegenen, schwer erreichbaren Gebieten leiden viele Menschen an Fehlernährung; Krankheiten, die in den westlichen Industrienationen längst keine Gefahr mehr sind, bringen Menschen in akute Lebensgefahr. Viele Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag.
Im Krankenhaus Ndolage, das die Vereinte Evangelische Mission bereits seit vielen Jahren unterstützt, wird den Menschen geholfen, auch wenn sie ihre Behandlung nicht bezahlen können. Hierher kommen auch ärmste Patienten in dem Vertrauen, dass ihnen geholfen wird – auch ohne Geld.
Zum Beispiel Peter (10) und Juma (7). Seit dem Tod ihrer Eltern leben die beiden bei ihrem Großvater in einem abgelegenen Dorf. Eines abends haben die Jungen plötzlich hohes Fieber. Mit Hilfe einiger Nachbarn bringt der Großvater sie ins Krankenhaus. Bei der Ankunft sind die Kinder schon vollkommen apathisch. Im Gespräch findet der Arzt heraus, dass die Kinder am Boden auf Heu schlafen, in dem es von Zecken wimmelt. Hier liegt die Ursache für die Erkrankung der Kinder. Mit der richtigen Behandlung wird das Fieber schnell gesenkt.
Pflege und Beratung für HIV-Patienten
Magdalena würde heute nicht mehr leben, gäbe es das Pflege- und Beratungszentrum CTC (Care and Treatment Center) für an Aids erkrankte Menschen nicht. Als die Pflegekräfte sie fast regungslos in ihrer Hütte vorfanden, brachten sie sie sofort ins Krankenhaus, wo sie mehrere Wochen kostenlos stationär behandelt wurde. Auch eine Lebensmittelhilfe für ihre Kinder wurde vom CTC finanziert. Das CTC unterstützt mit seiner Hilfe für HIV-infizierte Menschen das Krankenhaus in Ndolage. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Beratung und Behandlung von schwangeren Frauen: Die Übertragung der Immunschwäche auf das Kind kann bei entsprechender Behandlung verhindert werden.
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