(14.06.08) Die 4. Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) ist am Samstag mit einem Gottesdienst in der Evangelisch-reformierten Kirche auf Borkum eröffnet worden.
Eine Woche lang werden etwa 100 Delegierte der VEM-Mitgliedskirchen aus Deutschland, Afrika und Asien über zukünftige Arbeitsbereiche und die Struktur der VEM entscheiden, die neu organisiert werden soll, um bis 2010 zehn Prozent des gegenwärtigen 12-Millionen-Euro-Haushalts einzusparen.
"Weil sich unsere Welt verändert, muss sich auch unser Reden von Gott verändern. Wir müssen die Sprache des Glaubens neu lernen", sagte Kirchenpräsident Jann Schmidt der Reformierten Kirche in seiner Predigt. die Reformierte Kirche ist die Gastgeberin der 4. VEM-Vollversammlung. "Wir brauchen Klarheit, wes Geistes Kind wir sind, um seine Botschaft recht zu bezeugen. Orientierung kann nur von Orientierten ausgehen. Das gilt auch für unseren missionarischen Auftrag", so Schmidt.
"Eine religiöse oder auch weltliche Organisation kann heutzutage nur überleben, wenn sie homogen, flexibel, für jedermann transparent und zeitnah aufgestellt ist," betonte die die Borkumer Bürgermeisterin Kristin Mahlitz am Freitag Abend auf dem Empfang der Reformierten Kirche. Die in der VEM anstehenden Veränderungen bedürften "sehr viel Weitsichtigkeit und einer gehörigen Portion Mut seitens der Entscheidungsträger", sagte die Bürgermeisterin.
Pfarrerin Margrit Tuente der reformierten Kirchengemeinde auf Borkum begrüßte die Delegierten, Gäste und Mitarbeitenden der VEM im Namen der reformierten, lutherischen und der katholischen Gemeinden auf Borkum, die eine enge Ökumene pflegen.
"Wir sind sehr erfreut darüber, dass wir mit beiden Händen empfangen worden sind", sagte der tansanische Generalsekretär Fidon Mwombeki und dankte den Gastgebern. Bischof Zephania Kameeta, der Moderator der VEM, überreichte Kirchenpräsident Schmidt ein tansanisches Holzkreuz als Dank für die überragende Gastfreundschaft, die der VEM auf der Insel zuteil wird.