(06.03.2007) Der ehemalige namibische Ministerpräsident, Dr Hage Geingob, hat die Regierung Namibias aufgefordert, das Mindesteinkommen (BIG) einzuführen, für das sich die Evangelische Lutherische Kirche in der Republik Namibia (ELCRN) stark macht.
In seiner Ansprache auf der Nationalversammlung am 1. März brachte Geingob die große Armut und Arbeitslosigkeit mit der zunehmenden Kriminalität, dem Werteverfall und der Verrohung der Gesellschaft in Verbindung.
»Armut ist ein Fluch«, sagte Geingob, der heute der Vorsitzende des Parlamentarischen Ausschusses zu Wirtschaft, Rohstoffen und Öffentlicher Verwaltung ist. »Daher möchte ich, dass die Regierung den Antrag des Namibischen Krichenrats auf die Einführung eines Mindesteinkommens für alle Namibier und Namibierinnen aufnimmt, die kein Einkommen haben.« Geingob betonte ferner, dass Bischof Zephania Kameeta das Konzept zur Einführung eines Mindesteinkommens bei seiner Ansprache vor der Kommission für Soziale Entwicklung der Vereinten Nationen vorgestellt hatte. Geingob ist der erste hochrangige Politiker, der die Einführung des Mindesteinkommens offen fordert. Geingob sagte, die namibische Wirtschaft sei so "gesund", dass sie das Projekt mit Leichtigkeit tragen könne. Der Wirtschaftsboom müsse nach und nach in ein anständiges Leben der nur zwei Millionen Bürgerinnen und Bürger übersetzt werden. »In der Zwischenzeit müssen wir ein Sicherheitsnetz für unsere Armen aufspannen.«