Internationaler Menschenrechts-Workshop der VEM eröffnet
(Batam, 11. Februar 2008, VEM) „Engagement für den Schutz menschlicher Würde und die Durchsetzung der Menschenrechte sind grundlegende Bestandteile des Lebens und der Mission der Kirche“. Dies betonte der Menschenrechtsreferent der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) Dr. Jochen Motte in seiner Ansprache zur Eröffnung des vierten internationalen VEM-Workshops zu Menschenrechten.
Mit einem Festgottesdienst, der von Mitgliedern der Ortsgemeinden gestaltet wurde, und einer feierlichen Eröffnungszeremonie begann der Workshop am 11. Februar in Batam, Indonesien. Der Gouverneur der Provinz der Riau-Inseln, Ismeth Abdullah, war Ehrengast dieser Feier und erklärte mit lauten Gongschlägen die Konsultation für eröffnet. Ansprachen von Dr. Fidon Mwombeki, Generalsekretär der VEM, und VEM-Moderator Dr. Zephania Kameeta folgten.
Inhaltlich ging es am ersten Tag vor allem um den Kontext der wirtschaftlichen Globalisierung. In vier Vorträgen stellten die Referenten die Folgen der Globalisierung aus den Perspektiven Afrikas (Bischof Benson Bagonza, Karagwe-Diözese, Tansania), Lateinamerikas (Nicolás Rosenthal, Evangelische Kirche am Rio de la Plata, Argentinien), Deutschlands (Hans-Joachim Schwabe, Evangelische Kirche im Rheinland) und Asiens (Imelda Simangunsong, HKBP, Indonesien) vor.
Insgesamt 44 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zwölf Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas sowie aus Deutschland sind zusammen gekommen, um vom 11. bis 17. Februar die Erfahrungen der Menschenrechtsarbeit gemeinsam zu reflektieren und die Kooperation in der Menschenrechtsarbeit zu verbessern. Die meisten von ihnen sind engagierte Fachleute, darunter auch prominente Gäste wie der Kommissar der deutschen Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Günter Nooke, die muslimische Juristin und Fachfrau für Frauenrechte Musdah Muliah aus Indonesien oder der asiatische Vorsitzende des Weltkirchenrats Dr. Soritua A.E. Nababan.
Die Freihandelszone Batam 20 Kilometer vor Singapur ist gut geeignet, um die sozialen und ökologischen Folgen einer rasanten Industrialisierung zu studieren. Oft als „zweites Singapur“ bezeichnet, hat Batam mit allen Schwierigkeiten und Problemen zu kämpfen, die mit der wirtschaftlichen Globalisierung in Zusammenhang gebracht werden.