Mission praktisch
Die Vereinte Evangelische Mission ist eine Gemeinschaft von Kirchen in drei Erdteilen. Mission heute ist ein Mosaik vielfältiger Aufgaben, die alle ein Ziel haben: Menschen zu befähigen und zu stärken, damit sie den Ruf Gottes hören und sich den Anforderungen in ihrem Leben stellen können.
Indonesien: Zukunft durch Beruf
Viele indonesische Jugendliche wachsen in Armut auf. Wenn ihre Eltern die Schulgebühren nicht aufbringen können, können die Mädchen und Jungen keinen Schulabschluss machen. Die VEM stellt zwei Projekte vor, die jungen Menschen auf Sumatra und Java eine Berufsausbildung ermöglichen - und damit eine Perspektive für die Zukunft.
Hilfe für die Erdbebenopfer in China

- Foto: Amity Foundation
Die Vereinte Evangelische Mission (VEM) hat 10.000 Euro an Soforthilfe für die Opfer des verheerenden Erdbebens an die Amity Foundation in China transferiert und bittet um Spenden. Amity ist ein langjähriger Partner der VEM. Die Nichtregierungsorganisation, die 1985 von chinesischen Christen gegründet wurde und über große Erfahrung in der humanitären Hilfe verfügt, hat bereits Stunden nach dem Beben ein Nothilfezentrum im Katastrophengebiet eingerichtet.
Dringend benötigt werden Zelte, Decken, Trinkwasser, Medikamente und Lebensmittel.
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Heilung - Beratung - Vorbeugung: Krankenhaus von Ndolage/Tansania
Die durchschnittliche Lebenserwartung in der Region Kagera/Tansania liegt bei nicht einmal 51 Jahren. Besonders in den abgelegenen, schwer erreichbaren Gebieten leiden viele Menschen an Fehlernährung; Krankheiten, die in den westlichen Industrienationen längst keine Gefahr mehr sind, bringen Menschen in akute Lebensgefahr. Viele Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag. Im Krankenhaus Ndolage, das die Vereinte Evangelische Mission bereits seit vielen Jahren unterstützt, wird den Menschen geholfen, auch wenn sie ihre Behandlung nicht bezahlen können.
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Erdbebenhilfe auf Mentawai
Die Mentawai-Inselgruppe westlich von Sumatra, Indonesien, wurde am 12. und 13. September 2007 von schweren Erdbeben heimgesucht. Wieder traf es besonders die Ärmsten, die ihre Hütte und oft auch ihren Besitz verloren haben. Die Christlich-Protestantische Mentawai-Kirche, eine Mitgliedskirche der VEM, leistet humanitäre Hilfe und psychologische und seelsorgerliche Betreuung.
Ruanda: Junge Menschen brauchen Hilfe
Nur langsam erholt sich Ruanda von den Wunden und Verlusten des Völkermords. Viele Familien leiden noch heute an den Folgen, viele sind in völlige Armut gestürzt. Unterernährung, Krankheit und Hoffnungslosigkeit bestimmen das Leben vieler Kinder und Jugendlicher. Die Episkopale Kirche hilft ihnen. In Gitarama richtet sie ein Zentrum ein, wo 60 Mädchen und Jungen regelmäßige Mahlzeiten und eine medizinische Grundversorgung erhalten sowie ein Handwerk erlernen können.
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Ruanda: Landwirtschaftliche Kooperative sichert Ernährung
Ein landwirtschaftliches Ausbildungszentrum bildet den Arbeitsschwerpunkt der Episkopalen Kirche in Ruanda (EER). In der Nähe der Ortschaft Shyogwe verteilen sich über 40 Hektar Ställe für Viehhaltung, Teiche für Fischzucht, bewirtschaftete Felder. 120 Familien, zusammen mehr als 500 Menschen leben hier auf Zeit in einer Kooperative zusammen. Bei der täglichen Arbeit lernen sie, wie sie anschließend auf eigenem Grund effektiver und zugleich umweltschonend wirtschaften können.
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Sri Lanka: 300.000 Menschen auf der Flucht
Nach der Naturkatastrophe des Tsunami Weihnachten 2004 sah es so aus, als würden die Konflikte zwischen Rebellen und Regierungstruppen in Sri Lanka in den Hintergrund treten zugunsten von Nothilfe und Wiederaufbau.
Inzwischen sind wieder 300.000 Menschen auf der Flucht vor den kriegerischen Auseinandersetzungen, die an Heftigkeit zunehmen. Jeden Tag kommen etwa 30.000 Flüchtlinge hinzu.
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Vorbeugen, Aufklären, Betreuen: Aidsarbeit in Asien
Im Kampf gegen Aids schließen sich die Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Asien zusammen. Dabei geht es nicht nur darum, betroffenen Menschen und ihren Familien zu helfen, sondern die Ursachen zu bekämpfen, vor allem Unkenntnis, Machtmissbrauch und Armut.
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Armut überwinden
In dieser Aktion steht ein bei den VEM-Mitgliedskirchen seit längerem bewährtes Konzept zur Armutsbekämpfung im Mittelpunkt: die Kreditunionen. Zinsgünstiges Startkapital hilft beim Aufbau kleiner Unternehmen wie etwa Handwerksbetrieben oder Reparaturwerkstätten. Viele Frauen eröffnen einen Marktstand oder einen kleinen Laden für Artikel des täglichen Bedarfs. Schon Beträge unter 100 Euro bringen solche Projekte erfolgreich auf den Weg.
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Afrika: Kirche macht Schule
Ohne Schulbildung haben Kinder und Jugendliche keine Chance, einen Beruf zu erlernen. Deshalb setzen sich die Mitgliedskirchen der VEM verstärkt für Ausbildungsmöglichkeiten der Heranwachsenden ein. Bis in die entfernten Dörfer hinein unterhalten die Kirchen Kindergärten, Schulen und Ausbildungsstätten.
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Tansania: Klinik in Lutindi
Die Fachklinik für psychisch kranke Menschen in Lutindi war die erste Klinik dieser Art in Tansania. Heute ist Lutindi ein Spezialkrankenhaus mit hundert Plätzen. Im Jahr 2003 wurde in der nahe gelegenen Stadt Korogwe eine ambulante Außenstation eingeweiht. Außerdem werden Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Epilepsie und ihre Angehörigen regelmäßig beraten.
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Philippinen: Praxisnahes Lernen in Baguio
Das 1996 gegründete »Ökumenischen Theologischen Seminar« (ETS) in Baguio in den Philippinen legt besonderen Wert auf die Verbindung von Theorie und Praxis: Unterrichtet wird in konzentrierten Einheiten von mehreren Tagen; danach gehen die Studenten wieder in die Gemeinden und kommen zu weiterführenden Kursen in regelmäßigen Abständen zurück. So können Themen und Fragen aus der praktischen Gemeindearbeit im Unterricht aufgegriffen, Gelerntes in der Gemeinde angewendet werden. Auch Laien werden hier in einem offenen Seminarprogramm geschult.
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Das »Kiddie-Center« in den Philippinen
Die Vereinigte Kirche Christi in den Philippinen (UCCP) betreibt in Libmanan, einer kleinen Stadt in der Provinz Bicol, eine Vorschule für Kinder mit Lernschwächen. Im »Kiddie-Center« werden Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren auf den Schulbesuch vorbereitet. Dort bekommen sie auch regelmäßig zu essen, denn ihre Familien sind arm und können sich kaum eine Mahlzeit leisten.
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Das »Mutter und Kind-Programm« der UCCP, Philippinen
Im Stadtteil Potot leben alleinstehende Frauen mit ihren Kindern direkt an den Bahngleisen. Dank des »Mutter und Kind-Programms« der Vereinten Kirche Christi in den Philippinen (UCCP) erhalten die Kinder täglich eine warme Mahlzeit und regelmäßig Förderunterricht. Zur Finanzierung bewirtschaften die Mütter ein Gemeinschaftsfeld. Jetzt ist ein gemeinsames Nähereiprojekt geplant, das 42 Familien zugute kommen wird. Zunächst sollen sieben Nähmaschinen angeschafft werden. Mit einem Teil der Verkaufserlöse können die Frauen nach und nach weitere dazukaufen.
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Die Sozialzentren der Baptistischen Kirche im Kongo
Der Bürgerkrieg ist für viele Kinder und Jugendliche im Kongo zum Trauma geworden. Mädchen und Jungen, manche gerade einmal fünf Jahre alt, wurden als Kindersoldaten missbraucht; Vergewaltigungen von Kindern und Jugendlichen gehören zum grausamen Kriegsalltag. In 135 kirchlichen Sozialzentren der Baptistischen Kirche im Kongo werden die Opfer seelisch betreut. Hier lernen viele von ihnen zum ersten Mal Lesen, Schreiben und Rechnen. Einige Jugendliche bekommen eine Ausbildung als Schneiderin, Schreiner oder Maurer.
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Haus Debora: Eine Heimat für Kinder auf Sumatra
In dieser Einrichtung der »Christlichen Angkola-Batak-Kirche« werden Kinder und Jugendliche gezielt gefördert. Am Ende der Schulzeit bereiten sie sich durch Englischkurse und Computerunterricht auf ihren zukünftigen Beruf vor. Das Haus soll nun auf 36 Plätze erweitert werden.


















