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21.04.2020

"Einer trage des andern Last..."

Senator Willem Simarmata in einem TV-Bericht über die Verteilung von Zucker in Nordsumatra in der Nachrichtensendung "Sumatera Utara Hari Ini" vom 20. April 2020 von TV RI Media Pemersatu Bangsa. (Foto: VEM)

Meine lieben Vertreterinnen und Vertreter der VEM-Mitgliedskirchen in den drei Regionen mit den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Deutschland!

Sehr geehrte Mitglieder des VEM-Vorstands, sehr geehrter Generalsekretär, sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ökumenische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Meine vertrauten Kollegen im Rat der VEM und Stellvertreter!

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest! Das Wort Gottes gibt uns die Gewißheit: "Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus. (1. Korinther 15, 57)

Ich hoffe, es geht Ihnen allen gut und Sie sind gesund, insbesondere angesichts der andauernden Corona-Katastrophe. Unsere Welt wird durch das Virus Covid-19 erschüttert. Die weltweiten Kirchen müssen ihre Sonntagsgottesdienste und anderen Dienste absagen; Mitarbeiter müssen von zu Hause aus arbeiten oder ihre Tätigkeiten einstellen; Schulen und alle Bildungseinrichtungen sind geschlossen; Geschäftszentren und Wirtschaftsunternehmen von klein bis groß müssen ihren Betrieb einstellen; Landesgrenzen sind geschlossen und die jüngsten Zahlen der Infizierten haben eine Dimension von mehr als 2 Millionen erreicht. Fast alle Länder der Erde sind von dem Virus betroffen. Auch die reichen Länder sind bislang nicht in der Lage, die tödlichen Auswirkungen des Virus abzusehen. Noch größere Sorgen bereiten uns die Länder mit beschränkten Finanzmitteln und schwachen Gesundheitssystemen und die Schutzlosen wie die geflüchteten Menschen, deren Situation sich durch Corona noch verschlimmern könnte. Wir sind wie die Jünger Jesu, die verängstigt und hoffnungslos waren als der Messias gekreuzigt und begraben wurde. Hoffnungslosigkeit, Angst, Trauer und Tod gehörten zum täglichen Leben.

Meine Brüder und Schwestern, bitte denken Sie daran, dass das Christentum nicht in der Komfortzone entstanden ist, sondern in einem Klima der Trauer, der Verfolgung und des Todes. Die Geschichte lehrt uns jedoch, dass das Christentum in seinen Anfängen gerade im Angesicht der Krise immer mehr Anhänger gewann. Tatsächlich war der auferstandene Christus derjenige, der ihren Geist stärkte und sie darin ermutigte, das Evangelium zu verkünden und als christliche Gemeinschaften weiterzuleben.

Liebe Freundinnen und Freunde, möge die Auferstehung Jesu Christi uns Kraft und Frieden innerhalb der VEM-Gemeinschaft schenken. Es ist mir bewusst, dass viele Menschen eigentlich keine Angst vor dem Virus selbst haben. Die größeren Probleme für sie sind die massive Armut, die hohe Arbeitslosigkeit und die wirtschaftliche Rezession als Folgen der Pandemie. Ich möchte Sie trotzdem darum bitten, die Anweisungen Ihrer jeweiligen Regierung und der globalen Gesundheitsorganisationen strikt zu befolgen. Lassen Sie uns selbstdiszipliniert den körperlichen Abstand einhalten und in einem gesunden Körper mit einem gesunden Geist und einer gesunden Seele mit Blick auf eine baldige, umfassende Heilung leben.   

Als treue Gemeinschaft in Jesus Christus sind wir dazu aufgerufen: "einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen " (Galater 6, 2). Die Entscheidung des VEM-Vorstands, eine Million Euro zur Verfügung zu stellen, um die Last unserer von der Pandemie enorm betroffenen Mitgliedskirchen in Asien und Afrika zu erleichtern, hat mich innerlich sehr gerührt. Darüber hinaus bitte ich Sie, unsere christliche Solidarität und unsere soziale Verantwortung zu verstärken, um noch weitere finanzielle Beiträge an die VEM zu leisten. Das Feiern des Osterfestes in der VEM-Gemeinschaft bedeutet, dass wir mutig und davon überzeugt sind, das Tal der Unsicherheit und Depression zu überwinden, denn das Miteinander im auferstandenen Christus ist unsere Stärke.

Lasst uns unsere Gemeinschaft kräftigen und unsere Gewohnheiten mit Hilfe der digitalen Technologie in der Zeit der physischen Distanz intensivieren. In dieser turbulenten Phase sind wir aufgerufen, unsere Netzwerke auf vielfältige und kreative Weise weiterzuentwickeln. Ich danke Ihnen, dass Sie die Gebetsanliegen regelmäßig veröffentlichen. Diese bedeuten für mich, dass die VEM eine betende Gemeinschaft ist. Lasst uns auch für unsere Freunde beten, die ihr Leben in den Dienst unserer Sache stellen, beispielsweise das medizinische Personal, die Landwirte, Postboten und die Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel. Ich schließe meine Osterbotschaft mit den Worten der Engel am Tag der Auferstehung Jesu: "Fürchtet euch nicht .... er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat". (Matthäus 28, 5-6).

Mit freundlichen Grüßen

Pfarrer Dr. (H.C) Willem T.P. Simarmata

VEM-Moderator

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