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04.08.2020

"Ihr seid das Salz der Erde"

Die Jugendleiterinnen und Jugendleiter aus den tansanischen VEM-Mitgliedskirchen beim Volleyballspiel. (Foto: Zakaria Mnkai/VEM Afrika)

Vom 22. bis 26. Juli 2020 trafen sich 200 Jugendleiterinnen und -leiter, davon 70 junge Frauen und 130 junge Männer zu einem fünftägigen Workshop im Rahmen des Programms "Youth United in Mission", aus den vier VEM-Mitgliedsdiözesen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania, nämlich von der Ostküste-, Karagwe-, Nordwest- und Nordost-Diözese. Gastgeberin des Workshops war die Karagwe-Diözese (KAD).

Der Eröffnungsgottesdienst wurde von Bischof Dr. Benson Bagonza von der Karagwe-Diözese gehalten. In seiner Eröffnungsrede zum Workshop ging der stellvertretende Moderator der VEM, Bischof Dr. Abednego Keshomshahara von der Nordwest-Diözese, auf das heutige Zeitalter der Digitalisierung ein und stellte fest: "Die heutige Technologie hat die Kommunikation wesentlich verbessert. Während die Menschen in der aktuellen Covid-19-Pandemie nicht mehr in der Lage sind, sich physisch zu treffen, ist es hier die Digitalisierung, die den Menschen hilft, zeitgleich zu kommunizieren. Die Jugendlichen wissen mehr über die Digitalisierung als ihre Eltern, sie kennen sich besser aus mit dem Internet und mit Kommunikationsmitteln wie WhatsApp, E-Mails und Zoom." Keshomshahara riet den jungen Menschen, diese Kommunikationsmittel sinnvoll und vorausschauend zu nutzen, um konstruktive, gesundheitsfördernde und nützliche Informationen weiterzugeben. Ideale Anwendungsmöglichkeiten böten sich beispielsweise im Bereich der Evangelisation, in der Berufswelt und für die Pflege von Freundschaften. 

Vielfältige Fähigkeiten und Erfahrungen

Das Leitmotiv des Workshops lautete "Ihr seid das Salz der Erde" (Matthäus 5,13). Dieses Motto wurde aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, um die jungen Menschen im Hinblick auf ihre Alltagssituationen und ihre Fähigkeiten zu stärken. Ein wichtiges Thema war beispielsweise die Förderung von Süd-Süd-Partnerschaften unter den Jugendlichen in Form von Chören. Aber auch Lebensfragen, verschiedene Theologien und der Jugend-Klima-Aktionstag standen auf der Agenda.

Die Jugendleiterinnen und -leiter präsentierten ihre vielfältigen Fähigkeiten und Erfahrungen im kirchlichen und gesellschaftlichen Kontext. Einige von ihnen sind zum Beispiel bei Kirchen, Nichtregierungs- oder Regierungsorganisationen in Tansania beschäftigt. Andere stehen vor Herausforderungen wie Arbeitslosigkeit, und zwar trotz ihrer Hochschul- und Universitätsabschlüsse, die sie schon vor langer Zeit absolviert hatten. Zur Verbesserung dieser Situation gaben die jungen Erwachsenen den Kirchen und der VEM folgende Empfehlungen:

  • Die Nachfolgeregelungen in den Kirchen sollten auch junge Menschen und deren Mitwirkung in verschiedenen Führungspositionen stärker berücksichtigen.

  • Die VEM sollte sich weiterhin für eine stärkere Fortbildung von jungen Menschen mit Blick auf die Aneignung von Führungskompetenzen einsetzen.

  • Die Partnerschaften sollten auf beiden Seiten in Süd-Süd- und Nord-Süd-Richtung verstärkt werden.

  • Die jungen Erwachsenen sollten Stipendien erhalten und ermutigt werden, sich für das Förderprogramm zu bewerben. 

25 Jahre internationalisierte VEM

Im Anschluss daran wurde nach dem Sonntagsgottesdienst am 26. Juli ebenfalls in der Karagwe-Diözese (im Vorgriff auf 2021) das 25-jährige Jubiläum der internationalisierten VEM gefeiert. Hier wurden die jungen Erwachsenen zusammen mit der Karagwe-Diözese auf eine VEM-Reise ab 1996 mitgenommen. In seiner Einführung erklärte Bischof Dr. Benson Bagonza: "1995 gehörte ich zu den Delegierten, die an dem ersten Treffen in der Evangelischen Kirche in Kamerun teilnahmen, um über den Verband der Kirchen, die aus der Bethel-Mission und der Rheinischen Missionsgesellschaft stammen, zu diskutieren". Er sei zuversichtlich und stolz darauf, als Mitgliedskirche zur VEM zu gehören, die er mit aus der Taufe gehoben habe, und heute als Leiter der Karagwe-Diözese der Gastgeber des diesjährigen Jugendworkshops zu sein. Während der Präsentation erklärte er, dass die Karagwe-Diözese zu den Mitgliedskirchen gehöre, die in allen fünf Kernarbeitsbereichen der VEM, nämlich Diakonie, Entwicklung, Advocacy, Partnerschaftsarbeit und Evangelisation, viel von der Gemeinschaft profitiert habe. Nicht zuletzt erwähnte der leitende Theologe, dass auch er ein Produkt der internationalen Kirchengemeinschaft sei, da er seine Promotion - wie viele andere Kollegen in der Karagwe-Diözese auch - mit Hilfe eines Stipendiums der VEM erlangt habe.

Zakaria Mnkai (Jugendreferent des Regionalbüros der VEM in Dar-es-Salaam, Tansania) 

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