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17.09.2020

„Interreligious Action for Peace“

Friedensmarsch der Konferenzteilnehmenden in Sansibar (Foto: Marion Unger)

Die Ergebnisse der Friedenskonferenz zum Thema "internationale und interreligiöse Tagung gegen Extremismus und Gewalt – für inklusive Gemeinschaften".

VEM ruft Religionsgemeinschaften dazu auf, sich gemeinsam für Frieden, gegen Extremismus und Gewalt zu engagieren

Im September 2019 veranstaltete die Vereinte Evangelische Mission (VEM) die zweite „internationale und interreligiöse Tagung gegen Extremismus und Gewalt – für inklusive Gemeinschaften“ auf der tansanischen Insel Sansibar gemeinsam mit dem Zanzibar Interfaith Centre (ZANZIC), in dem sich Muslime, Christen und Angehörige anderer Religionsgemeinschaften gegen Gewalt und Extremismus engagieren. Die Ergebnisse und Empfehlungen der Tagung sind jetzt in einem Buch veröffentlicht worden, das unter folgendem Link abrufbar ist: www.vemission.org/interreligious_action_for_peace.

Siebzig Teilnehmende aus elf Ländern in Afrika, Asien und Europa, darunter Vertreter*innen jüdischer, buddhistischer, muslimischer sowie katholischer und evangelischer Religionsgemeinschaften, nahmen an der Begegnung im Vorjahr teil. Ziel war es, Erfahrungen aus unterschiedlichen regionalen und lokalen interreligiösen Initiativen darüber auszutauschen, wie Radikalisierung und Extremismus effektiv entgegengewirkt werden können.

In der Abschlusserklärung verpflichteten sich die Vertreter*innen der verschiedenen Religionsgemeinschaften dazu, Fragen zu globaler Gerechtigkeit zu diskutieren und Radikalisierung und Gewalt gemeinsam zu bekämpfen. Mit einem öffentlichen Friedensmarsch setzten die Teilnehmenden zudem ein sichtbares Zeichen für ein friedliches Miteinander und den Aufbau inklusiver Gemeinschaften.

„Wir hoffen, dass wir durch diese Begegnung und die nun veröffentlichten Beiträge und Empfehlungen diejenigen ermutigen und inspirieren können, die sich gegen Widerstände in ihren eigenen Religionsgemeinschaften für die interreligiöse Zusammenarbeit engagieren“, so Jochen Motte, Mitglied des Vorstandes der VEM. Dies gelte umso mehr in einer Zeit, in der uns die Covid-19-Pandemie weltweit vor Augen geführt hat, dass wir alle gleichermaßen betroffen sind, unabhängig von Religion und Wohnort und dass wir dieser wie auch anderen Herausforderungen, wie dem Klimawandel, nur gemeinsam begegnen können.

Zur Bedeutung der Konferenz für den afrikanischen Kontext meint Professor Dr. Kambale Kahongya, Verantwortlicher für die Menschenrechts- und Friedensarbeit im Regionalbüro der VEM in Daressalaam, Tansania: „Obwohl religiöser Extremismus heute eine große globale Herausforderung darstellt, glauben wir als Afrikanerinnen und Afrikaner, dass die Teilnehmenden dieser Konferenz durch ihre religiösen und sozialen Organisationen dazu beitragen werden, den gefährlichen Trend zur Radikalisierung ganzer Familien, insbesondere durch Aufklärungsprogramme unter Kindern und Jugendlichen, zu stoppen.“

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