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06.12.2010

Kirchen sollen "kratzbürstiger" werden

Dr. Robinson Butarbuat, Rafael Nikodemus, Prof. Dr. Heiner Bielefeldt und Dr. Jochen Motte bei der Kampagneneröffnung.

Religiöse Szenen auf buntem Glas: Das sind Kirchenfenster. Aber mit christlichen, jüdischen und islamischen, hinduistischen und buddhistischen Motiven nebeneinander zeigt die neue Menschenrechtskampagne der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) einen ungewohnten Blick. Mit ihrer neuen Menschenrechtsaktion wirbt die VEM für Religionsfreiheit. Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember hat die VEM die Kampagne in Düsseldorf offiziell vorgestellt.

Auch in Europa nicht selbstverständlich

 „Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht, und deshalb müssen wir es als Kirchengemeinschaft uneingeschränkt verteidigen“, sagte VEM-Vorstandsmitglied Dr. Jochen Motte zur Kampagneneröffnung. Anlass zur Sorge gebe es zum Beispiel für Christen in Indonesien. „Aber auch in Europa ist zu sehen, dass die Religionsfreiheit nicht überall als selbstverständlich angesehen wird.“ Auch Kirchenrat Rafael Nikodemus von der Evangelischen Kirche im Rheinland betonte: „Die Religionsfreiheit als ein Menschenrecht muss überall auf der Welt als Recht durchgesetzt werden.“

Kirchen sollten noch stärker für Religionsfreiheit kämpfen

UN-Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit, Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, war ebenfalls in Düsseldorf zu Gast. Er warb für die Religionsfreiheit als Freiheitsrecht. Jeder habe das Recht, sich nach seiner Weise auf Sinnsuche zu begeben – oder auch nicht. Jede Weltanschauung, auch Atheismus, sei durch die Religionsfreiheit geschützt. Bielefeldt lobte die VEM-Kampagne und rief gleichzeitig die Kirchen auf, ihr Potenzial in der Gesellschaft noch stärker zu nutzen und noch „kratzbürstiger“ für die Wahrung der Religionsfreiheit zu kämpfen.

Attacken in Indonesien

Kämpfen für die Religionsfreiheit: In Indonesien sei das gerade besonders nötig, berichtete VEM-Vorstandsmitglied Dr. Robinson Butarbutar. Als Pfarrer der Christlich-Protestantischen Toba-Batakkirche (HKBP) verfolge er mit Sorge, dass Christen in dem mehrheitlich muslimischen Staat immer öfter ihre Religion nicht frei ausüben könnten. In diesem Jahr habe es sogar gewalttätige Übergriffe von islamistischen Gruppen gegeben. Zwar sei die Religionsfreiheit auch in der indonesischen Verfassung festgeschrieben, so Butarbutar. Die Realität sehe aber leider anders aus.

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